Zweitausendneunzehn. Mein Jahr. Begonnen hat es an Silvester mit beeindruckendem Feuerwerk über dem Opernhaus in Sydney, dann die erste Mahlzeit des Jahres in einem überfüllten Burgerladen. Und es geht gut weiter: Zuletzt konnte ich noch vergangene Woche das Wincent Weiss Konzert in Singen besuchen. Gratis. Was ein Leben. Wäre da nicht die kleine penetrante Stimme in meinem Kopf gewesen, die mich während des Konzerts daran erinnert hat, dass ich zum Arbeiten hier bin. Wie sehr ich dieses Teufelchen auf meiner Schulter verteufelt habe. Mir wurde gesagt, ich soll das Konzert genießen. Ok! Aber am Ende soll ich danach ja trotzdem einen ansprechenden Artikel schreiben. Wie sich das vereinen lässt? Ich habe das böse Teufelchen kurzerhand von meiner Schulter geworfen und das Konzert genossen. In vollen Zügen. Um mich dann am nächsten Tag in der Redaktion daran zu erinnern und meine zahlreichen Eindrücke des Abends festzuhalten. Möglichst sachlich natürlich. Doch das ist gar nicht mal so leicht, wenn man als Teenie das Konzert eines Teenie-Schwarms besucht und dann nicht zu sehr schwärmen soll.

Dabei war es gar nicht mal Wincent Weiss, der mir eine Woche später noch im Ohr rumspukt.

Obwohl der Chartstürmer im Mittelpunkt des Abends steht, habe ich es geschafft mit dem wohl hartnäckigsten Ohrwurm des Jahres nach Hause zu kommen. Zu verdanken habe ich das Nico Laska, der vor Wincent Weiss seinen Auftritt hatte. Sein Name war schnell herausgefunden – er prangte unübersehbar auf einer Leinwand. Doch was war das nochmal für ein Lied? Um das zu erfahren, musste ich ein wenig zum Detektiv werden. So viele Lieder kann der Kerl doch noch nicht haben. Doch unter den wenigen Liedern war nicht das, was mir so gut gefiel. Also fragte ich einfach den, der es wissen muss: Den Künstler selbst. Noch am selben Tag reagiert der auf meine Nachricht bei Instagram. „Bye bye“ heißt das Lied. Trotzdem eine schlechte Nachricht: Das Lied wird erst im Januar veröffentlicht. Um die Zeit bis dahin irgendwie zu überleben, muss ich wohl die nächsten sechs Monate das Lied selbst singen. Schief versteht sich.

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