Herr Bossi, wie sind Sie auf diesen Programmnamen gekommen?

Der Name ergab sich beim Ausmisten – von selbst. Irgendwann standen wir zwischen lauter Kisten und fragten uns „wohin mit all den Sachen?“ – und seitdem ist es bei uns ein Running Gag. 

Sie erklären in Ihrem Programm, welche Methoden des Aufräumens und Ausmistens hervorragend funktionieren und welche floppen. Haben Sie die Methoden wirklich selbst erprobt?

Ja. Denn jede Methode hatte auch das Versprechen der Lösung mit an Bord. Interessant war, dass letztendlich nur ein bestimmter Ansatz bei uns funktioniert hat.

Ok, und welcher war das?

Die Methode, die bei mir wirklich funktioniert hat, erkläre ich in meinem Programm (lacht).

Sie erzählen ja in Ihren Programmen auch viel über Ihre Familie, vor allem über Ihre Kinder. Dürfen Sie das, oder nehmen die Ihnen das vielleicht mal übel?

Ich hoffe nicht! Sie kommen ja auch meistens gut weg. Mein Sohn fragt mich auch immer stolz, ob ich die Geschichte erzähle, wie er mich mit Hilfe der Spracherkennung Siri ausgetrickst hat. Und ja, das mach‘ ich!

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Sie machen schon seit ihrer Jugend Musik. Sie haben nicht nur gemeinsam mit Felix Gauder eine Schülerband gegründet, sondern produzierten auch mit ihm in den 90er Jahren die populäre Danceband „Modul“. Nun komponieren Sie vorwiegend Schlager, unter anderem für Beatrice Egli und Maite Kelly. Warum Schlager?

Mit Felix habe ich eigentlich immer Dance Music gemacht, oft mit deutschen Texten. Das ist ja, was Schlager heute ist. Es hat sich also einfach ergeben.

Sie haben die Comedy Academy besucht und waren als Stand-Up Comedian unterwegs, unter anderem im bekannten Quatsch Comedy Club und bei NightWash. Wie haben Sie Ihre Anfänge auf der Comedy Bühne in Erinnerung?

Aufregend. Ich kam frisch von der Comedy Academy und war noch sehr bemüht nichts falsch zu machen. Es hat eine gewisse Zeit gebraucht, wirklich „ich selbst“ auf der Bühne zu werden und locker über meine Unzulänglichkeiten zu berichten.

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Seit 2012 stehen Sie, nach einer längeren Pause als Liedermacher und Kabarettist, wieder selbst auf der Bühne. Warum?

Ich liebe Comedy und Kabarett und komme von der Musik. Das Verbinden von beidem lag daher nahe.

Nach dem Abitur haben Sie einige Semester Jura und Modedesign studiert. Warum haben Sie das nicht weitergeführt?

Ich hatte einen Deal mit meinen Eltern, dass ich, wenn ich es in die offizielle deutsche Hitparade schaffe, alles auf meinen Traum „Musik“ setzen kann. Mit dem Einstieg auf Platz 44 war das im Sommer 1994 der Fall.

 

Fragen: Nicola M. Westphal