Aller guten Dinge sind drei. Davon konnte man sich am Sonntag in Singen überzeugen, denn alle drei Jugendhäuser öffneten ihre Türen und boten den Besuchern neben Einblicken in ihre Arbeit auch ein abwechslungsreiches Programm. Bei verschiedenen Spielen konnten die Besucher Taler erwerben, die sie dann an anderer Stelle für Speisen und Getränke einlösen konnten. Zudem fuhr ein Shuttle-Bus alle drei Jugendhäuser an. Dies war ein weiterer Anreiz für die Kinder und Jugendlichen, alleine oder mit ihren Familien alle Jugendhäuser zu besuchen.

Hausaufgabenbetreuung ist der Renner

Im Singener Norden ist das JuNo. „Unser JuNo ist für alle Singener Kinder- und Jugendlichen zwischen sechs und 17 Jahren geöffnet“, erklärte die Leiterin Ramona Graf. Die Öffnungszeiten sind hauptsächlich an die Bedürfnisse der Kinder aus der Nordstadt angepasst. Man habe erkannt, das vor allem die Jüngeren das JuNo nutzen, die Jugendlichen hätten mit Ganztagesschule und Ausbildung weniger freie Zeit. Ein Renner sei die Hausaufgabenbetreuung mit Mittagessen, zu der man sich ebenso anmelden muss wie zum Ferienprogramm. „Uns zeichnet aus, dass wie auch eng mit den Eltern zusammenarbeiten“, hebt Ramona Graf hervor. Für die Kinder werde das JuNo so zum zweiten Zuhause.

Mitten in Singen liegt das Blaue Haus. Hier ist Julia Freter die Leiterin. Auch sie freute sich, dass der Shuttle-Bus gut genutzt wurde. Ein Schwerpunkt des Blauen Hauses ist die Jugendkultur. Hier werden immer wieder Konzerte und ähnliche Veranstaltungen ausgerichtet. Damit sei auch der Altersdurchschnitt leicht erhöht gegenüber den anderen beiden Häusern. Denn dann kommen schon auch mal Jugendliche Mitte Zwanzig. Zudem ist das Blaue Haus auch bei Schul- und Stadtfesten vertreten. Trotzdem werden auch die offenen Angebote gerne genutzt.

Zusammenarbeit mit Schule und Kindergarten

Dritter im Bunde ist Südpol. Beim Tag der offenen Türe gab es hier auch einen Stempel für das Tischtennis oder Sackhüpfen des Sporttags. „Wir sind vielfältig aufgestellt“ erklärte Mitarbeiterin Selina Brix. Von 14 bis 20 Uhr warten hier vielfältige Angebote auf Kinder und Jugendliche von sechs bis 17 Jahren. „Wir arbeiten eng mit Schule und Kindergarten zusammen“, erläuterte der Leiter Dieter Zühlke. Darum ist der Südpol auch gut im Süden Singens vernetzt. Die Angebote müssten gar nicht spektakulär sein, wusste Selina Brix. So würden sich die Kinder der Erlebnis AG zum Beispiel immer wieder einen Waldspaziergang wünschen.

Generell zogen alle drei Jugendhäuser eine positive Bilanz. Neben vielen Kindern, die die Angebote aktuell oder in der Vergangenheit nutzten, nutzen auch Familien den Tag der offenen Türe, um sich einen Eindruck von der Jugendarbeit in Singen zu verschaffen. Dazu gehören auch das Jugendreferat sowie Nadine Behrens und Markus Schwenk von der mobilen Jugendarbeit.