Singen Die drei von der Singener Baustelle

Uwe Kopf, Axel Huber und Adam Rosol sind in der Stadt mit Bauplänen unterwegs. In der Hegaustraße stimmen sie sich mit den Anliegern ab. Diese bereiten sich auf massive Behinderungen vor

Die gute Laune steht ihnen ins Gesicht geschrieben. Man könnte fast meinen, dass der Leiter des Singener Straßenbauamtes, Uwe Kopf, mit einem Dauerlächeln durch die Welt läuft. "In Singen brummt's", hatte er dem Maskottchen Bruno Baubär, der auch der diesjährigen Fasnacht als Motto diente, auf das Verkehrsschild geschrieben. Und auch der Leiter des Stadtplanungsamtes, Adam Rosol, und sein Kollege Axel Huber strahlen mit Kopf um die Wette. Die drei von der Baustelle beraten sich in der Hegaustraße über den zweiten Bauabschnitt.

An Arbeit mangelt es ihnen derzeit wahrlich nicht. Aber die Hegaustraße ist eine Baustelle, auf die sie sich besonders freuen. Der Grund: Das Vorbild jenseits der Erzbergerstraße bis zur August-Ruf-Straße ist so gelungen, dass alle auf den zweiten Bauabschnitt warten. "Eine knappe Million Euro sind dafür im aktuellen Haushalt vorgesehen", sagt Kopf. Warum dieses etwa gleichlange Stück teurer wird, als der erste Abschnitt, kann Kopf auch beantworten. "Die Baustelle ist etwas komplizierter. Die Handwerkskosten sind wegen der guten Konjunktur und der Auslastung der Firmen sehr in Bewegung."

Bildunterschrift
Bildunterschrift

Schon am kommenden Montag wollen die Versorgungsunternehmen, die ihre Leitungen in den Untergrund legen müssen, mit den Vorarbeiten beginnen. Im Mai folgt dann der eigentliche städtische Straßenbau, also der Unterbau, das Pflaster und die Pflanzquartiere. Im Oktober soll alles fertig sein.

Für die anliegenden Händler, Arztpraxen und Bewohner wird das ein steiniger Weg. "Wir müssen dafür sorgen, dass die Warenanlieferung, die Müllentsorgung und der Zugang zu den Häusern gesichert ist", erklärt Kopf. "Die Händler müssen eine Durststrecke durchstehen. Aber sie freuen sich, weil sie das Beispiel auf der anderen Seite vor Augen haben."

Hans Wöhrle, selbst Anlieger und Vorsitzender des Singener Einzelhandelsverbandes, weiß, dass eine harte Zeit auf die Händler der Hegaustraße zukommt. "20 bis 30 Prozent Umsatzverluste werden wir wohl in Kauf nehmen müssen", sagt er. "Aber wir haben ja das Ziel vor Augen. Und das sieht sehr schön aus. So eine schöne Fußgängerzone gibt es im weiten Umkreis nicht."

Zwei Wünsche hat Wöhrle an die Bauleitung: "Die Zugänge zu den Geschäften müssen gesichert sein. Und es wäre schön, wenn die gleiche Baufirma den Zuschlag erhielte, wie beim ersten Bauabschnitt. Nur etwas zügiger sollte die Arbeit vorangehen."

Ob die Hegaustraße später wieder für den Durchgangsverkehr geöffnet wird, ist noch offen. In der Bauphase wird die untere Hegaustraße für den Gegenverkehr freigegeben und mit Wendehammer ausgestattet. Zur Planung gibt es am Donnerstagabend eine Bürgerinformation mit Fragemöglichkeiten.

Der Zeitplan

Wie geht es weiter mit der Hegaustraße? Das war zuletzt auch Thema im Singener Gemeinderat, als es um die Verabschiedung des Haushaltsplanes ging. Der Stadtrat der Grünen, Eberhard Röhm, wollte die vorgesehenen Straßenbaumittel auf andere Straßen verteilen und kostengünstiger bauen. Doch da wurde er überstimmt. Die Hegaustraße wird weiter umgebaut. Am Donnerstag, 15. Februar, um 18.30 Uhr gibt es dazu eine Information im Bürgersaal. Kommende Woche beginnen bereits die Vorarbeiten. (gtr)

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