Der Singener Süden strotzt derzeit vor Kraft. Das ist in der Mitgliederversammlung der IG Singen Süd, die rasant auf ihr 25-jähriges Bestehen zusteuert, deutlich zu spüren. Kein Wunder, denn die gute Konjunktur lässt nicht nur die Bilanzen der industriellen Großbetriebe glänzen, sondern auch die Kassen der Mittelständler klingeln. Es brummt in Singen nicht allein auf den städtischen Baustellen, sondern auch in zahlreichen Betrieben. Boomtown Singen bietet mittlerweile rund 26 000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Das hat aber auch starke Pendlerbewegungen zur Folge. Der Verkehr nimmt zu. Nicht nur auf den Straßen, sondern auch auf den Datenautobahnen. Das kann schnell zu Engpässen führen. Wer hier mit seinem Betrieb nicht abgehängt werden will, der muss vorsorgen.

Der Vorsitzende der IG Süd, Dirk Oehle, ist ein Mann der Basis und bestens vernetzt. Er spricht die Sprache des Volkes und beschwört den kleinen Dienstweg. Oehle wurde nicht müde, schnellere Datenleitungen für den Süden zu fordern, ebenso wir gut ausgebaute Straßen. "Jetzt haben wir fast alles erreicht", freut er sich und mit ihm die Macher im Vorstand der Interessengemeinschaft. Ihr Pragmatismus ist erfrischend. Ihr Optimismus und ihre Aufbruchstimmung tun der gesamten Stadt gut. Und das wird sie auch noch brauchen in der langen Phase der Bauarbeiten in und an der Bahnhofstraße.

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