Die Ludwig Chamber Players, ein gemischtes Kammerensemble aus Streichern und Bläsern, gestaltete in dieser ungewöhnlichen Zusammensetzung ein Programm eigens für ihren Namensgeber. Grundlage dafür bildete das 1800 in Wien uraufgeführte Septett Es-Dur op.20, eines der beliebtesten Werke des Meisters und ebenso eines der wenigen in Originalfassung für diese Instrumente. Die Konzertbesucher waren davon restlos angetan.

Die Kammermusiker wussten mit dieser quasi-sinfonischen Besetzung zu überzeugen. In ihrem harmonischen Zusammenspiel bekam man einen Eindruck davon, dass die Chemie zwischen ihnen vermutlich nicht nur in ihrer Konzerttätigkeit stimmte. Immerhin war die Formatierung eigentlich nur für ein paar Japan-Konzerte geplant, der Großteil der Mitwirkenden kannte sich da schon aus dem SWR-Symphonieorchester. Doch das funktionierte so gut, dass sie seit 2013 bereits mehrere Tourneen hinter sich gebracht haben.

Ilker Aracayüerek ist die Kirsche auf der Sahne

Die Ludwig Chamber Players holen immer wieder Unterstützung mit auf die Bühne – so auch beim Studiokonzert: Der Tenor Ilker Aracayüerek stellte die Kirsche auf der Sahne in diesem exzellenten Programm dar. Sowohl der Liedzyklus „An die ferne Geliebte“, als auch „Adelaide“ sind von Beethoven mit einer Klavierbegleitung vertont worden.

Die Musiker präsentierten jedoch stattdessen Arrangements, die ein Zusammenspiel des Ensembles mit dem Preisträger des Internationalen Wettbewerbs für Liedkunst der Hugo-Wolf-Akademie ermöglichten. So konnten bekannte Lieder in neuem Gewand gezeigt werden.

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Mit der Ariette „Der Kuß“ konnte der Tenor sich schließlich von seiner humorvollen Seite zeigen, wenn er trällerte „Ich wagt‘ es doch und küsste sie […], Jawohl, sie schrie, doch lange hinterher“. So war für Lacher im Publikum gesorgt und die Begeisterung über den stimmgewaltigen Sänger war groß.