Singen ist ein wichtiger Bahnknotenpunkt. Wer hier umsteigen muss oder hier ankommt, sieht die Stadt aus einem anderen Blickwinkel als der Autofahrer. Für Neuankömmlinge ist der Bahnhofsplatz die erste Begegnung mit der neuen Umgebung. Er ist das Tor zur Innenstadt. In Singen ist der erste Eindruck – dominiert vom unansehnlichen Holzerbau – eher trist. Das soll sich spätestens im Herbst 2019 ändern. Bis dahin will die Handelsentwicklungsgesellschaft ECE an der Stelle des heutigen Holzerbaus ein Einkaufszentrum mit 16 000 Quadratmetern Verkaufsfläche eröffnen. Spätestens dann würde der Kontrast zwischen einem funkelnden Konsumtempel und dem in die Jahre gekommenen Bahnhofsplatz noch deutlicher. Die Stadt reagiert weise, wenn sie jetzt die Gelegenheit zum Neuanfang nutzt und sich durch den Umbau des Bahnhofsplatzes einen modernen Anstrich gibt. Im entscheidenden Augenblick hat sich der Singener Gemeinderat entscheidungsfreudig gezeigt und die Voraussetzung für einen hoffentlich funktionierenden Busbahnhof geschaffen. Schließlich ist die Erreichbarkeit der Innenstadt lebenswichtig für einen florierenden Handel.

gudrun.trautmann@suedkurier.de

75 Jahre Geschichte. 75 Jahre Erfahrung. 75 Jahre Journalismus. Sichern Sie sich jetzt für kurze Zeit ein ganzes Jahr zum Jubiläumspreis von 75 €.