Für die bisherigen Organisatoren ist es bitter. Sie haben den Singener Halbmarathon im Laufe von 20 Jahren zu einer Marke unter ambitionierten Freizeitsportlern entwickelt, nun aber können sie nicht mehr. So schmerzhaft der Abschied von der Rolle des Veranstalters aber auch sein mag – die Entscheidung ist richtig. Denn Selbstausbeutung kann nicht der Sinn des Ehrenamts sein, zumal dadurch über kurz oder lang auch die Veranstaltung selbst Schaden nähme.

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Im Übrigen ist die Entwicklung des Singener Halbmarathons so ungewöhnlich nicht: Der Radolfzeller Megathlon nahm eine ganz ähnliche Entwicklung. Auch da kamen die ersten Impulse aus der simplen Begeisterung für den Sport, was zu Wachstum und schließlich zur Übergabe an eine kommerziell betriebene Agentur führte. Die Chancen solcher Entwicklungen hat man in der Region allerdings noch nicht so recht erkannt. In der Kombination von Sportereignissen (zum Beispiel Singener Halbmarathon, Radolfzeller Megathlon und/oder Konstanzer Stadtlauf) ließe sich ein zusätzlicher Anreiz für Sportler schaffen – etwa in Form eines Seewest- oder Hegau-Klassikers.