Jubiläen sind immer etwas Besonderes, erst recht, wenn die "Dramatischen Vier" eins feiern können. So hatte die Gems auch gleich zwei Abende für das Jubiläums-Konzert zum 25-jährigen Bestehen der Gruppe geplant – und beide Veranstaltungen waren voll besetzt. Als die Sänger dann mit "Jetzt leg mir lo-lo-los, wir steh'n parat und sind uns für gar nix zu schad'" den Abend eröffneten, dauerte es nicht lange, und die ersten Gäste klatschten mit.

Im Zeitalter der Digitalisierung wäre die Bezeichnung Dramatische 4.5 zutreffend, denn es sind fünf Sänger. Das gestandene A-cappella-Quintett überzeugt auch mit Humor und witzigen Ansagen. So verkündete Helmut Thau, dass andere mit "Hallo Singen, ich freue mich in Singen zu sein" eröffnen – bei ihm gehe das nicht, er wohne ja über die Straße.

Grönemeyers "Männer" fünfstimmig

Oft seien sie gefragt worden: "Warum nur Männer?" In 25 Jahren habe es sich bewährt, so Thau. Dem folgte dann auch fünfstimmig die Hymne auf Männer nach dem Song von Herbert Grönemeyer. Es fehlt auch nicht am stimmlichen und instrumentalen Tonumfang, mit "dschingeding" oder "madabada" sind die Fünf geübt in der Kunst des A-cappella-Gesangs.

Das haben sie Jutta Horton zu verdanken, ihrer musikalischen Leiterin. "Ohne sie wären wir nicht hier oben, seit 20 Jahren begleitet sie uns", galt ihr von der Bühne herab ein besonderer Dank.

Freude am Wortspiel

Aus den anfänglich drei Sängern wurden vier und dann fünf, die sich an diesem Abend als ein stimmlich und im Zusammenklang perfektes A-cappella-Quintett bewiesen. Mit Titeln wie "Diplomatenjagd" oder "Ich brech das Herz aller Frauen" stimmten die Sänger ein Potpourri aus 25 Jahren an.

In 25 Jahren habe sich auch die Sprache verändert, erklärte Stefan Fehrenbach zur Wortschöpfung Brexit für raus aus der EU und stellte Eigenkreationen wie Döxit für keinen Döner mehr oder Wurxit für keinen Wurstsalat. Mit ihrem "Mixit" boten die Sänger ein höchst unterhaltsames Jubiläums-Konzert.