In der Münchriedsporthalle ging es rund. 140 Zweitklässler der Bruderhofschule, Schillerschule und Hardtschule legten in der Halle das Handball-Abzeichen, initiiert von der AOK Krankenkasse, ab. Stundenlang arbeiteten sich die Kinder von Station zu Stadion weiter. Körbe werfen, balancieren, dribbeln und viele weitere Herausforderungen hatten sie zu meistern, um am Ende eine Urkunde zu bekommen. „Die Grundidee dieser Aktion ist es, den Handballsport, der bekanntlich eine Randsportart ist, den Kindern und Jugendlichen näher zu bringen. Die Anmeldungszahlen haben unsere Erwartungen komplett übertroffen“, sagte der neue DJK-Jugendleiter Erich Merk erfreut.

Die vielen Teilnehmer stellten die Organisation vor ungewohnte Herausforderungen. „Normalerweise wenden sich die Schulen an die Vereine oder umgekehrt. Deshalb wird bei Veranstaltungen gewöhnlich nur eine Schule bedient“, erklärte Erich Merk. „Diesmal sind es drei und es wollten noch weitere mitmachen, die wir aber aus Platzgründen gar nicht mehr unterbringen konnten." Weil es so viele Kinder waren, haben die Organisatoren 13 Stationen aufgebaut, anstatt wie üblicherweise sechs. Dass das Ganze überhaupt zu managen gewesen sei, habe man laut Merk zum einen Sponsoren zu verdanken, zum anderen den vielen engagierten Vereinsmitgliedern, die an diesem Tag mitgeholfen haben.

So wurde das Projekt dann doch noch ein voller Erfolg, die Kinder waren mit Feuereifer dabei. „Wenn von den 140 Teilnehmern nur fünf bei uns im Handballverein landen, dann hat sich das Ganze gelohnt“, meinte Erich Merk. Die Jugendarbeit sei beim DJK bisher ein wenig zu kurz gekommen, so Merk weiter. Das solle sich ändern. Ab jetzt gebe es zum Beispiel ein kostenloses Schnupperjahr im Verein, Merk gebe Handball-AGs an Schulen und bald solle beim DJK auch FSJ-Stellen bereitgestellt werden, erklärte er das neue Vereins-Konzept. Er ist sich sicher, mit vereinten Kräften könne der Verein noch so einiges schaffen.