Im Singener Aluwerk wird gerade mächtig gebaut. Auf der seit Jahrzehnten größten Baustelle entsteht in den nächsten Monaten eine hochmoderne, 170 Meter lange Produktions- und Logistikhalle. Hier werden Aluminium-Profile hergestellt, die dann für Stoßdämpfer-Systeme weiterverarbeitet werden.

In der Halle wird eine neue, hochmoderne Aluminium-Verarbeitslinie zum Einsatz kommen, eine sogenannte Strangpresse. Ein alter, ausgedienter Hallenkomplex wurde für den Neubau inzwischen abgerissen.

„Constelliums Investition in unser Presswerk am Singener Standort ist ein klares Signal für die Zukunft“, sagte Management-Mitglied Thomas Huber beim offiziellen Spatenstich auf dem Werksgelände. Die laufenden Bauarbeiten seien im Zeitplan versicherte Huber.

Ab Juni 2020 soll in der Halle produziert werden

Die hochmoderne Halle mit 8200 Quadratmetern für Produktion und Logistik sowie 820 Quadratmetern für Büro und Sozialgebäude werde bis im Frühjahr 2020 errichtet sein, so Jochen Chwalisz, Geschäftsführer von Constellium Singen. Daran schließt sich dann der Aufbau einer Strangpresse an, so dass im Juni 2020 mit der Produktion von Aluminiumprofilen begonnen werden soll.

Etwa 50 neue Arbeitsplätze werden durch die neue Anlage geschaffen. „Die bisherigen Arbeiten sind dank der hervorragenden Arbeit unseres Projektteams sehr gut abgelaufen“, betonte Presswerksleiter Thomas Müller.

Gläserne Baustelle an der Bahnlinie

„Auch freuen wir uns bereits jetzt auf die nächsten Schritte und die nächste Feier, nämlich wenn wir unsere neue Pressenlinie einweihen und die hochmoderne Produktion unserer Stoßfänger-Profile bestaunen können“.

Eine „gläserne“ Baustelle bietet Constellium Singen den Zugreisenden, denn die neue Produktionsanlage liegt fast direkt an der Bahnstrecke vom Bahnhof Singen in Richtung Konstanz.

Über die Investitionssumme für das Projekt macht das Unternehmen zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Angaben. Im Juli 2013 hatte Constellium Singen im Presswerk zuletzt eine neue Strangpresse in Betrieb genommen, dafür hatte das Unternehmen 13 Millionen Euro investiert.