Sie können wirklich begeistern – das Versprechen war keine hohle Phrase. Drei Tage gastierte der Circus Weisheit in Engen, und jede Vorstellung war nahezu ausverkauft. Das ist für Engen eine reife Leistung, die Mund-zu-Mund-Propaganda und die Werbung haben wohl gut funktioniert.

Der reine Familienbetrieb – über drei Generationen hinweg stehen die Mitglieder in der Manege – versteht es prächtig, die Besucher in seinen Bann zu ziehen. Geboten wird ein buntes Programm über mehr als zwei Stunden: ohne viel Vorgeplänkel, Schlag auf Schlag und immer mitreißend. Ob mit oder ohne Tiere, ob am Boden, in schwindelnder Höhe, auf einem Podest, elegant und leicht, mit Geschick, Können und viel Spaß, oder mit ästhetischer Kraft. Die Freude am eigenen Können und am Gelingen ist den Akteuren anzusehen.

Nur bei einer Sache verstehen die Zirkusleute keinen Spaß: "Wenn uns vorgeworfen wird, wir quälen unsere Tiere und halten sie nicht artgerecht, sind wir sauer", wehren sich der Zirkusdirektor Manuel Weisheit und sein Dompteur Sascha Prehn vehement. "Unsere vier sibirischen Tiger sind im Zirkus geboren und dort aufgewachsen. Mit ganz viel Liebe und Zuneigung wurden sie großgezogen und für den Zirkus ausgebildet. Immer transparent, ohne Einschüchterung und Angst, mit Geduld, Achtung und Respekt", versichern beide unisono.

Den zahlreichen Besuchern Engen bieten nicht nur die wunderschönen Tiger einen mitreißenden Auftritt, in der Manege wuseln auch Mini-Ponys, Lamas, große und kleine Pferde sowie dressierte Flugenten. Sie alle lösen mit ihren auch schon mal eigensinnigen Auftritten Gelächter und Freude im Rund der Zuschauer aus. Imponierend auch die Auftritte der kleinen und großen Künstler und Athleten, mit zahllosen Ringen am Körper, gleichzeitig vom Fuß bis Hals in Bewegung gehalten, elastischen Körpern beim Kraftakt am Boden oder in der Luft. Fast Stress erzeugen die tanzenden Teller. Dazwischen gibt es aber auch entspannende Momente mit Clowns und Luftballons, zur Erheiterung nicht nur der Kinder.

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