Auf den Landgemeinden scheint die Welt noch in Ordnung zu sein. Nach der grandiosen 60. Sichelhenke vor zwei Wochen haben die Bohlinger nun mit der elften Auflage des Genusswalkens erneut ihren Gemeinschaftssinn eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Mehr als 170 Teilnehmer frönten ihrem Hobby Nordic Walking und begaben sich nach dem geistlichen Startschuss von Diakon Wilfried Ehinger auf drei ausgewiesene Strecken von acht, 13 und 18 Kilometern: durch das Aachtal Richtung Worblingen, über den Hardtberg zurück zu den Rebbergen am Galgenberg und durch Bohlingen über die Aach bis zum Schienerberg, und zurück zum Kirchplatz.

Gut aufgewärmt, geht los auf die Walking-Strecke.
Gut aufgewärmt, geht los auf die Walking-Strecke. | Bild: Rolf Hirt

„Wir laufen regelmäßig zweimal pro Woche mit dem Turnverein und sind deshalb gut geübt, doch der steile Anstieg an den Rebbergen am Galgenberg hatte es ganz schön in sich“, meinte Mechthild Graf nach dem Laufen schmunzelnd. Die Gruppe vom Turnverein Arlen glänzte mit einem großen Starterfeld von 36 Teilnehmern, dazu gesellten sich weitere Gruppen und viele Einzelpersonen.

Lob für die Streckenführung

Heinrich Bäcker aus Radolfzell absolvierte die Strecke über 13 Kilometer und lobte die Veranstalter für die tolle Streckenführung mit der schönen Aussicht vom Galgenberg zum Bodensee. Den schmackhaften Salatteller ließ er sich nach dem Sport ebenso wie viele andere Teilnehmer und Gäste auf dem Kirchplatz in Bohlingen schmecken. „Man muss ja etwas für die Kirche tun“, meinte Heinrich Bäcker.

Organisatoren bekommen Hilfe von Vereinen

Das Organisationsteam um die rührige Christine Schnell hatte die komplette Veranstaltung des Genusswalkens vorbereitet, hilfreich zur Seite standen Vereine aus dem Dorf. Unterwegs auf den Strecken verteilten Feuerwehrleute Erfrischungen an die Läufer, die Ministranten verkauften Lose für die Tombola, und weitere Ehrenamtliche aus Bohlingen sorgten in der Bewirtung mit für ein gelungenes Fest.

„Großartig, alles hat gut geklappt, das Essen ist verkauft und die Besucher sind rundum glücklich“, resümierte Christine Schnell. Die Erlöse kommen drei Projekten zugute: Für den Hospizverein Singen sowie für zwei Schulprojekte in Nigeria und in Kenia.