Die ältesten Einwohner im Singener Stadtteil Bohlingen sind für die dörfliche Gemeinschaft unverzichtbar. Mit ihrer Lebenserfahrung und dem Wissen sind sie in vielen Vereinen, Gruppierungen und in der Kirche unentbehrliche Wegbegleiter und Ideengeber.

Bei der Seniorenfeier in der Aachtalhalle stellte Angelika Weigand (71 Jahre) den anwesenden Einwohnern ein Projekt vor, das aufhorchen lässt und für das bevorstehende 1250. Dorfjubiläum im Jahre 2023 von großem Nutzen sein könnte. Anhand alter Lagepläne hat Angelika Weigand-Brust begonnen die Geschichte von historischen Häusern und deren Bewohnern zu erforschen.

Häuser- und Familienfotos für ein ortshistorisches Projekt

Um dieses ehrgeizige Projekt auszubauen, bat Angelika Weigand die Einwohner um alte Häuser- und Familienfotos, welche dann von ihr katalogisiert und mit kleinen Geschichten präsentiert werden sollen. Als Senioren werden in den Singener Stadtteilen die Einwohner ab dem 65. Lebensjahr aufgeführt, in Bohlingen leben 404 Einwohner ab dieser Altersgrenze.

Ortsvorsteher Stefan Dunaiski berichtete über das Dorfgeschehen. So möchte der Ortschaftsrat im kommenden Jahr entscheiden, ob Bohlingen sich einer bereits bestehenden Nachbarschaftshilfe in Überlingen am Ried anschließen werde. Und im bereits erschlossenen Baugebiet Hinter Hof III werde im Jahr 2020 mit dem Bauen begonnen, „aktuell sind noch sieben Baugrundstücke zu erwerben“, sagte Dunaiski.

OB Häusler hält ein Plädoyer für den Dorfladen

Im Erdgeschoss des Aparthotel Sternen bei der Aachbrücke soll jetzt im Winter die Grundeinrichtung einer Wirtschaft eingebaut werden, ab Frühjahr 2020 wollen die Eigentümer sonntags einen Frühstücks-Brunch anbieten.

Das könnte Sie auch interessieren

Dunaiski und der ebenfalls anwesende Oberbürgermeister Bernd Häusler richteten gemeinsam die Bitte an die Einwohner um Unterstützung der örtlichen Infrastruktur. „Als Bohlinger müssen sie persönlich alle das Angebot des Dorfladens nutzen“, sagte Häusler. Musikalisch umrahmt wurde die Seniorenfeier vom Musikverein, der Ortschaftsrat sorgte für die Bewirtung der Besucher.