Die evangelische Südstadtgemeinde hat im Rahmen eines „Alt-Neu-Festes“ die Fertigstellung des Neubaus am Familienzentrum Markus in der Austraße in Singen gefeiert. Dabei ging es auch um die weiteren Pläne der Einrichtung: Nach einem weiteren Jahr Bauzeit für die Renovierung des Altbaus soll der Gesamtkomplex offiziell eingeweiht werden. Dann rechnet die evangelische Gemeinde mit ganz neuen Kapazitäten.

Dietmar Heydenreich, Pfarrer der Südstadtgemeinde, und Kirchenältester Daniel Weisser, hatten bei dem Fest die schwerste Aufgabe. Sie stemmten den Löwen vor dem Eingang so weit hoch, dass Oberbürgermeister Bernd Häusler den Beton auftragen konnte. Die Kasette, die bei der Grundsteinlegung gefüllt worden war, musste in den Boden gelegt werden. Zuvor hatte die Leiterin der Einrichtung, Carmen Merz, die Kassette übergeben. Die Fertigstellung des Neubaus, der im Herbst 2017 mit dem Abriss des alten Anbaus begonnen hatte, sei auch für die Südstadt ein ganz besonderer Moment, sagte Dietmar Heydenreich. Das Team habe lange leiden müssen.

Der Neubau (links) des Familienzentrums Markus in der Austraße ist fertig. Als nächstes wird der Altbau (rechter Gebäudeteil) saniert.
Der Neubau (links) des Familienzentrums Markus in der Austraße ist fertig. Als nächstes wird der Altbau (rechter Gebäudeteil) saniert. | Bild: Susanne Gehrmann-Röhm

62 Kitaplätze, 20 Hortplätze und zehn Krippenplätze geplant

Architekt Uli Mangold zeigte die Baufortschritte. Zurzeit hat die Einrichtung der Evangelischen Südstadtgemeinde vier Gruppen für Drei- bis Sechsjährige sowie eine Hortgruppe mit derzeit 16 Plätzen, die vorübergehend im benachbarten Gemeindezentrum untergebracht ist. Nach der Renovierung des Altbaus stehen 62 Plätze für Drei- bis Sechsjährige, 20 Hortplätze und zehn Krippenplätze zur Verfügung. Auch die Küche, die im Oktober im Neubau in Betrieb geht, hat nun größere Kapazitäten. Dort können die Essen für alle Kinder der evangelischen Kita-Einrichtungen zubereitet werden. „Angedacht ist außerdem ein Mittagstisch für Senioren“, so Pfarrer Heydenreich. Das Familienzentrum sei zukünftig auch wichtig als Anlaufstelle für Eltern und auch andere Gruppen können sich dort treffen.

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Stadt beteiligt sich mit 2,65 Millionen Euro

Die Kosten für den Neubau lagen bei etwa 2,6 Millionen Euro, die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 3,5 Millionen Euro. Die Stadt beteiligt sich mit 2,65 Millionen Euro.