Hier geht ja mächtig die Post ab. An der Ecke Karstadt/Erzbergerstraße und Postamt bietet ein neuer Kreisel täglich ein wundersames Schauspiel, das wir auch bestens positioniert von der Redaktion aus staunend verfolgen können. Wenn es gerade mal die Arbeit kurz zulässt. Mit der neuen Kreisel-Situation haben etliche Verkehrsteilnehmer ihre liebe Mühe, in die richtige Spur einzufädeln. Das Chaos fährt im Kreis. Schimpf und Schande unter den Fahrern halten Einzug. Wie ein Mahnmal wirkt der 100.000 Euro teure Skulpturturm des Künstlers Werner Pokorny. Der wirkt in seiner rostigen Farbe für machen Betrachter genauso griesgrämig wie gestresste Autofahrer. Ein plötzlicher großer Feuerwehreinsatz mit lautem Sirenengeheul bringt Abwechslung in die triste Szenerie. Das Karstadt-Gebäude muss wieder einmal kurzzeitig evakuiert werden – das gab es in den vergangenen Jahren schon ein paar Mal. Die Beschäftigten plaudern aber ziemlich entspannt an der Rückseite des Gebäudes. Schnell herrscht nach dem vorigen kurzen Schreck Klarheit. Eine Katastrophe bleibt Gottseidank aus. Wieder einmal.

Staub wirbelt auf

Den derzeitigen umtriebigen Bauarbeiten rund um das Karstadt bleibt es wohl geschuldet, dass der Rauchmelder laut piepste. Den hatte aufwirbelnder Staub mächtig irritiert, so dass das Alarmsignal erfolgte. Die Feuerwehren müssen im Hegau mit großem Gefährt und vielen Einsatzkräften – das ist vorsorglich bei Ernstfällen von zwingenden Nöten – immer wieder zu ärgerlichen Einsätzen wegen Fehlalarmen ausrücken.

An diesem Tag hätten die bei Einweisungen von Parkplätzen bestens erprobten Wehrleute einen sinnvolleren Einsatz leisten können. Wie bei der Regelung des Neu-Kreisverkehrs. Dies wenige Meter neben dem vermeintlichen Brandherd. So warten wir auf weitere kuriose und wilde Verkehrsszenen rund um die prägnante Skulptur, die eine nicht minder teure zweite Ausgabe am Kreisel des östlichen Endes des Bahnhofvorplatzes findet.