Aufgeführt wird das Stück am Dienstag, 2. Oktober, um 20 Uhr im Clubhaus des FC Singen 04, in der Gaststätte „Zum Elfer“ in der Friedinger Straße 24. Der Monolog „10 plus. Kette und Schuss“ befasst sich mit dem begnadeten Mittelfeldspieler und dann in Vergessenheit geratenen Dieter „Kuli“ Koulmann, der am Ende seiner Karriere noch beim FC Singen und beim DJK Konstanz spielte.

„Kuli“ Koulmann startete seine Fußballkarriere beim TuS Blumberg. 1963 entdeckte ihn Bayern-Trainer Zlatko „Tschik“ Cajkovski. Als Spielmacher war Koulmann maßgeblich am Aufstieg des FC Bayern München 1965 in die Bundesliga beteiligt, ebenso an den Pokalsiegen 1966 und 1967 sowie am Europapokalsieg 1967 gegen die Glasgow Rangers. Für den Gewinn des Europapokals der Pokalsieger wurde er 1967 mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.

Ausnahmefußballer verfällt dem Alkohol

Der Ausnahmefußballer, der in München unter anderem mit Franz Beckenbauer, Gerd Müller, Franz „Bulle“ Roth und Sepp Maier spielte, trug bis 1968 das rote Trikot. Zur Saison 1968/69 wechselte er zum Ligakonkurrenten Kickers Offenbach. Dann kam der Absturz. Denn Koulmann hatte einen mächtigen Gegner: den Alkohol. Auf dem Rasen konnte ihm angeblich nur Franz Beckenbauer das Wasser reichen, am Kneipentresen keiner.

Zur Saison 1968/69 wechselte Koulmann zum Ligakonkurrenten Kickers Offenbach, ein Jahr später zum MSV Duisburg. Während der Saison 1969/70 wechselte er in den Amateurbereich zum FC Singen 04 in die Amateurliga Südbaden, später war er noch bei der DJK Konstanz und erneut beim FC Singen 04 aktiv. Am 26. Juli 1979 wird der einstige Fußball-Star tot aufgefunden. Todesursache: unklar.

Ein Stück über Einsamkeit, Hoffnung und Verzweiflung

Autor Gerd Zahner, der immer wieder gegen das Vergessen anschreibt, hat ein Stück über Koulmann geschrieben und erzählt von Einsamkeit, Hoffnung und Verzweiflung. Wolfgang Hagemann inszeniert die Uraufführung des Monologs, den Thomas Fritz Jung übernimmt.

Karten im Vorverkauf sind über die Theaterkasse in Konstanz erhältlich: Konzilstraße 11, Telefon (07531) 90 01 50. Informationen im Internet: www.theaterkonstanz.de