Das Siedlungswerk hat in Singen einiges vor. Jetzt wurde mit dem offiziellen Spatenstich das Projekt im Malvenweg auf den Weg gebracht. Auf dem Grundstück entstehen 37 Eigentumswohnungen, 13 Mietwohnungen und 26 öffentlich geförderte Mietwohnungen in fünf Gebäuden.

"Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen" – mit diesem Satz des Schriftsteller Guy de Maupassant (1850 bis 1893) hatte das Siedlungswerk zum Spatenstich eingeladen. Lebenswert machen will der Bauträger mit Hauptsitz in Stuttgart auch das seit einiger Zeit brach liegende Grundstück, wo sich früher das Michael-Herler-Heim befand. "Wir hatten ja eigentlich bereits im Jahr 2014 einen Interessenten, doch dieser ist dann abgesprungen", erinnerte Oberbürgermeister Bernd Häusler. 2016 habe der Gemeinderat entschieden, neu auszuschreiben und das Siedlungswerk habe die "beste Performance" abgeliefert, so Häusler.

Sehr froh ist der Oberbürgermeister, dass durch das Projekt nun 26 öffentlich geförderte Wohnungen hinzukommen. "Wir haben zurzeit nur gut 200 solcher Wohnungen und damit steigt der Anteil um mehr als zehn Prozent", erklärte Häusler. Wichtig war der Stadt nicht nur, dass das Projekt mindestens zu 50 Prozent Mietwohnungen umfasst, sondern auch, dass die alten Bäume auf dem Grundstück stehen bleiben können. Mit insgesamt 39 Mietwohnungen und 37 Eigentumswohnungen liegt das Siedlungswerk nun sogar etwas über den gewünschten 50 Prozent beim Anteil der Mietwohnungen. "Wir freuen uns, dass das Siedlungswerk in Singen – auch am Herz-Jesu-Platz – baut und würden uns über weitere Projekte freuen", so Häusler.

Jürgen Schilbach, Geschäftsführer des Siedlungswerks, betonte in seiner Ansprache, dass man beim Siedlungswerk seit vielen Jahren auf eine gute soziale Mischung im Quartier setze. Eine gute Mischung verspricht auch die Aufteilung der Wohnungsgrößen in 32 Dreizimmerwohnungen, 34 Vierzimmerwohnungen und eine Fünfzimmerwohnung. Die Wohnungen haben Größen zwischen 45 und 110 Quadratmetern.

"Ein wichtiger Baustein ist auch der Quartiersplatz, um den sich die fünf Gebäude gruppieren werden", so Schilbach. Für die Planung hatte das Siedlungswerk ein sogenanntes "konkurrierendes Planungsverfahren" ausgelobt. Im Dezember 2016 hatte das Freiburger Architekturbüro "mbpk" – der Name ist angelehnt an die Anfangsbuchstaben der Namen der vier Architekten Melder, Binkert, Prettner und Kerner – den Zuschlag bekommen. Nun kann es losgehen, denn die Baugenehmigung liege vor und auch das Grundstück habe das Siedlungswerk inzwischen erwerben können.

"Seit August sind wir mit den Wohnungen auf dem Markt und für einige gibt es bereits Interessenten", sagte Jürgen Schilbach. Ansprechpartner bei der Vermarktung ist die Niederlassung Rottweil. Zur Beratung der Kauf- und Mietinteressenten wurde außerdem in der Ekkehardstraße 8b ein Büro angemietet. Schilbach dankte allen beteiligten Personen, die das Projekt auf einen guten Weg gebracht hätten.

Der Rohbau wird von der Firma Wolfer & Goebel aus Stuttgart gebaut. Die Gebäude haben jeweils vier Obergeschosse und ein Dachgeschoss und werden in Massivbauweise hergestellt. Für die Bewohner wird es 71 Tiefgaragenstellplätze plus 13 oberirdische Stellplätze geben. Die Gesamtinvestitionen betragen rund 19, 5 Millionen Euro. Die Wohnungen sollen im vierten Quartal 2020 bezugsfertig sein.

 

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