Die geplante Tiefgarage unter dem Herz-Jesu-Platz in Singens östlicher Innenstadt soll mit zwei Geschossen und 170 Stellplätzen ausgestattet und für die Nutzer komfortabel zu nutzen sein. Auch Stromtankstellen sind geplant. Das wurde im Betriebsausschuss der Stadtwerke am Mittwoch bekannt. Die Stadtwerke sollen die öffentliche Tiefgarage betreiben. Die Kosten: Knapp fünf Millionen Euro, wovon die Stadtwerke unterm Strich noch 1,9 Millionen Euro bezahlen müssen. Der Rest kommt über Zuschüsse und andere Töpfe zusammen. Im April 2019 soll die Parkgarage in Betrieb gehen.

Im Ausschuss war klar, dass es zwei Etagen im neuen Parkhaus geben sollte und nicht nur eine, wie auch mal in Planung gewesen war. Mit nur einem Stockwerk wären nur 90 Stellplätze machbar gewesen. Jetzt sollen es auf zwei Stockwerken insgesamt 170 Plätze werden, davon 135 öffentlich und weitere 35 für Bewohner der neuen Häuser oben auf dem Herz-Jesu-Platz. Bisher gibt es auf dem Platz rund 100 oberirdische Parkplätze, die dann wegfallen, wenn der Platz mit Freiflächen und Gebäuden neu gestaltet werden. Nur entlang der Thurgauer Straße soll es einige wenige Kurzzeitparkplätze geben.

Die Garage soll etwa so gebaut werden wie jene unter der Stadthalle. „Also mit Schrägparken zum bequemen Ein- und Ausfahren und breiten Parkplätzen“, erläuterte Markus Schwarz als Stadtwerke-Chef. „Ein Komfort-Parkhaus“ nannte dies CDU-Fraktionsvorsitzende Veronika Netzhammer.

Die Gesamtkosten für die Garage liegen bei 4,9 Millionen Euro. Doch die Stadt, also die Stadtwerke, bekommen die Garage deutlich günstiger. 1,75 Millionen fließen aus dem Sanierungstopf für die östliche Innenstadt, wovon das Land den Löwenanteil trägt. 1,2 Millionen kommen von Ablösebeiträgen, die die Stadt für die Parkplätze bekommen hat, die im einstigen Woolworth-Parkhaus beim Umbau wegfielen. Für diese einstigen Parkplätze musste H&M diese 1,2 Millionen an Ablösesumme an die Stadt bezahlen. Dieses Geld soll nun wieder in öffentliche Parkplätze fließen. Bleiben insgesamt 1,9 Millionen Euro, die von den Stadtwerken zu schultern sind.

Untersucht worden sind die Grundwasserströme unter dem Herz-Jesu-Platz . Wenn die Tiefgarage tief unter den Platz gegraben wird, muss das Grundwasser umgeleitet werden, auch nach der Fertigstellung des Gebäudes. Für die angrenzenden Häuser am Platz gebe es jedoch kein Risiko, nasse Keller zu bekommen, wenn die Halle steht. Auch für die Herz-Jesu-Kirche werden aus Sicht der Stadtwerke keine statischen Probleme zu erwarten sein, erklärte Markus Schwarz.


Gefragte Plätze

Die Nachfrage nach den neuen Stellplätzen für Dauerparker sei schon heute da, sagte OB Bernd Häusler. Es gebe bereits erste Anfragen, obwohl die neue Anlage erst im Frühjahr 2019 in Betrieb gehen soll.