Im Moment werden in den kommunalen Verwaltungen die Weichen für die Wärmewende, das heißt für Klimaneutralität im Bereich der Wärmeversorgung, gestellt. Für die drei großen Kreisstädte Konstanz, Radolfzell und Singen ist die Erarbeitung einer kommunalen Wärmeplanung bereits verbindlich, für die kleineren Gemeinden vorläufig noch freiwillig.

Förderprogramm ab 5000 Einwohnern

Aber auch ihnen stellt sich die Frage, wie ein Planungsprozess für eine klimaneutrale Wärmeversorgung auf kommunaler Ebene aussehen könnte. Für sie gibt es ein Förderprogramm, aus dem sie bis zu 80 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben für die entsprechende Planung bekommen – vorausgesetzt sie haben mehr als 5000 Einwohner. Andernfalls erhalten sie diesen Zuschuss, wenn sie gemeinsam mit anderen Gemeinden die Planung beauftragen. Rielasingen-Worblingen – obwohl 12.000 Einwohner stark – sucht dennoch Partner.

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Angedacht ist, dies zusammen mit den benachbarten Kommunen Gottmadingen, Gailingen, Büsingen, Öhningen, Gaienhofen und Moos zu tun. Den entsprechenden Beschluss hat nun der Gemeinderat gefasst.

Drei Gemeinden sind schon dabei

Gleichlautende Beschlüsse liegen zwischenzeitlich auch in Öhningen, Gailingen und Büsingen vor. Laut Gerd Burkert, Geschäftsführer der Energieagentur im Kreis Konstanz, gibt das vorgesehene Planwerk den Gemeinden belastbare Zahlen und Daten an die Hand. Die Planung werde eine Bestands- und Potentialanalyse auch in Bezug auf zukünftige Neubaugebiete beinhalten und sinnvolle Maßnahmen vorschlagen, die aber nicht zwingend umzusetzen seien.

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Wichtig erschien den Ratsmitgliedern in Gailingen und Rielasingen-Worblingen, die Bürger mitzunehmen. Ihnen soll die Planung zum Beispiel zeigen, wo ein Zusammenschluss zu einem Nahwärmenetz sinnvoll wäre. An der Bereitschaft der Bürger, möglichst unabhängig von fossilen Energien zu werden, zweifelte Burkert in Anbetracht der explodierenden Gaspreise nicht. Neben dem Umweltaspekt ginge es jetzt auch um den Wirtschaftlichkeitsfaktor.