Der Termin für den 11.11. steht und damit der Auftakt zur fünften Jahreszeit des Rattlinger Narrenvereines Burg Rosenegg. Wie die nächste Fasnacht verlaufen kann, ist aus heutiger Sicht allerdings noch nicht klar. Dagi Wenzler-Beger vermutet, dass es dann keine Narrenspiele und, wenn überhaupt, nur eine kleine Straßenfasnacht geben wird.

Das alles stehe noch in den Sternen, meint die Obristin Wenzler-Beger. Aber an das Martinispiel auf der Burg Rosenegg am 11. November glaubt sie fest.

Seit Juli arbeiten die Autoren an dem neuen Stück

Seit Juli schreiben und tippen sie und Peter Brütsch was das Zeug hält und halten nun eine fast fertige Vorlage in den Händen. Bei sommerlichen Temperaturen sitzen sie im Garten und lesen sich gegenseitig aus dem Manuskript vor, selbstverständlich in bestem Dialekt.

In den letzten Wochen haben die beiden Autoren viel Zeit miteinander verbracht und dabei eine unterhaltsame Handlung und flotte Texte für das Martinispiel entwickelt.

„Nicht alles, was aus mir heraussprudelt, ist jugendfrei und wird dann von Dagi zensiert“, erzählt Peter Brütsch. Er wisse schon, wenn sie herzhaft lacht, könne man seine Idee in dieser Form nicht zu Papier bringen. Dann wird gemeinsam daran gefeilt, um für närrischen Spaß für Zuschauer und Darsteller zu sorgen.

Das könnte Sie auch interessieren

Und genau diese Darsteller um Wenzler-Beger und Brütsch wollen die beiden loben – sowohl hinsichtlich des Engagements als auch hinsichtlich der vitalen Kreativität. Das sei inzwischen ein richtig tolles Ensemble.

So manch eine Rolle wird da mal ganz gerne auf die Akteure aus den verschiedenen Gruppen des Narrenvereins abgestimmt. Bereits die Proben, die wie jedes Jahr Ende September beginnen sollen, würden richtig Spaß machen.

Das Publikum darf schon jetzt gespannt sein auf eine Geschichte, die auf einer historisch belegten Begebenheit basiert und in gewohnter närrischer Großzügigkeit ausgeschmückt ist. Ein bisschen darf schon jetzt verraten werden: Klar, dass es eine Epidemie geben wird. Nicht ein Virus, sondern ein Bakterium, das die Beulenpest bringt, wird den Burgbewohnern große Probleme bereiten. Und natürlich wird eine altertümliche Maskenpflicht eingeführt.

Überhaupt wird es wieder viele lustige und deftige Szenen geben. Ganz genau so, wie man es von den Rattlingern kennt, inklusive Kampf der Geschlechter. Das Ganze wird mit Hilfe einer Kräuterfrau und ihren Heilmitteln zu einem guten Ende gebracht.

So viel Publikum wie in den Jahren zuvor wird es vermutlich beim diesjährigen Martinispiel der Rattlinger nicht geben – die Anti-Corona-Vorschriften lassen weniger Publikum zu. Dafür soll es mehr Aufführungen geben.
So viel Publikum wie in den Jahren zuvor wird es vermutlich beim diesjährigen Martinispiel der Rattlinger nicht geben – die Anti-Corona-Vorschriften lassen weniger Publikum zu. Dafür soll es mehr Aufführungen geben. | Bild: Sandra Bossenmaier

Wenn es die Corona-bedingte Situation am 11. November gut mit den Narren meint, soll das Martinispiel wie gewohnt stattfinden. Wenn auch etwas anders als gewohnt. Waren bei der Vorführung gerne mal mehrere Hundert Zuschauer zugegen, wird dies aufgrund des verfügbaren Platzes und der aus heutiger Sicht noch geltenden Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen nur einem Bruchteil erlaubt sein.

Deshalb werden mehrere Vorführungen geplant. „Ich hoffe, dass wir unser Martinispiel aufführen können“, formuliert Peter Brütsch am Ende des Treffens seinen klaren Wunsch, bevor er mit Dagi Wenzler-Beger die Leseprobe fortsetzt.