Es ist eine ordentlich große Kartonage mit vier Metern Länge und über zwei Metern Höhe, die Ursula Knapp aus Arlen mit einer Farbwalze bemalt. Darauf ist eindeutig die Stadt Singen zu erkennen. Auf zwei klappbaren Kartonagen entstehen beidseitig vier Bilder mit Motiven aus Singen. Darauf erzählt die Künstlerin Stationen der Stadt auf dem Weg vom Dorf zur Industriestadt. Diese sind das Bühnenbild für „Mit Karacho in die Neuzeit – Singen wird Industriestadt„, welches ab dem 9. Oktober vom Theaterverein Pralka im MAC Museum Art & Cars gezeigt wird.

Ursula Knapp malt Singen auf Wellkarton.
Ursula Knapp malt Singen auf Wellkarton.

Es ist noch nicht ganz fertig, aber es zeigt schon markante Gebäude in der Innenstadt. Es ist der Blick auf die gegenwärtige Stadt Singen, die von der Klavierbauerin und Künstlerin Ursula Knapp porträtiert wird. Auf der Rückseite des zusammenfaltbaren Bühnenbildes zeigt sich eine unterhaltsame Szene aus den 50-er Jahren. Das nächste Bühnenbild spiegelt das harte Arbeitsleben um 1930 in einer Fabrik und auf dessen Rückseite befinden sich die Zuschauer auf dem Hontes und genießen die Aussicht von dort oben. Eine etwas andere Perspektive zeigt den Blick vom Naturfreundehaus auf den Bodensee und lädt zum Träumen und Verweilen ein.

Ursula Knapp malt Singen auf Wellkarton.
Ursula Knapp malt Singen auf Wellkarton.

Die Geschichte im Theaterstück von Regisseurin Susanne Breyer erzählt von der Figur Reinhold, der bei einem Ausflug der Naturfreunde seine Frau Berta kennenlernt. Die von der Regisseurin gut recherchierte Geschichte Singens der letzten 125 Jahre wird sich vor Ursula Knapps Bühnenbild abspielen. Möglich, dass der erste Blick auf das Geschehen vor den großen Wellkartons fällt. Zu empfehlen sei es dennoch, einen genauen Blick auf die Kunstwerke mit dem braunfarbenen, warm wirkenden Grundton zu werfen.

Diese Gemälde haben trotz des lockeren Pinselstriches eine farbige Tiefe, die das Geschehen und die Landschaft zum Leben erwecken. Ursula Knapp hatte die Motive des Bühnenbildes gemeinsam mit der Regisseurin Susanne Breyer entwickelt, nachdem sie mit einem ähnlichen Konzept beim Stadttheater Schaffhausen positive Erfahrungen damit sammelte.

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