Der Startschuss für das geplante Quartier Aach-Aue auf dem ehemaligen Schiesser-Gelände in der Singener Straße in Rielasingen scheint gefallen. Die Bagger sind am Werk, die ehemalige Produktionshalle wurde bereits Opfer einer Abrissbirne. Die Baugenehmigung ist vor einigen Wochen eingegangen. Auch im Internet-Exposé der Exklusivbau Gruppe aus Villingen-Schwenningen, die nun hier als Bauherr antritt, ist das vierte Quartal 2021 als Baubeginn angegeben.

Seit 2018 wird über die geplante Wohnbebauung gesprochen. Metin Sentürk, Geschäftsführer der damaligen Grundstückseigentümerin und Vorhabensträgerin Druckcenter Bodensee GmbH, stellte zu diesem Zeitpunkt zusammen mit Architekt Hakan Tütüncü, Chef des Planungsunternehmens Tütüncü Consulting Architecture, eine Planung vor, die eine Bebauung des 15.500 Quadratmeter großen Areals mit 19 Gebäuden und mindestens 116 bis maximal 156 Wohneinheiten beinhaltete.

Neuer Investor am Start

Mittlerweile ist die Exklusivbau Gruppe als Investor an die Stelle der Druckcenter Bodensee GmbH getreten. Realisiert werden nun 143 Wohnungen. Das Gesamtkostenvolumen wird mit rund 63 Millionen Euro angegeben.

Das könnte Sie auch interessieren

Der ursprünglich angegebene Zeitplan mit einem Baubeginn noch 2018 konnte nicht eingehalten werden. Das war – auch ohne Wechsel des Investors – sportlich gedacht. Es galt unter anderem einen vorhabensbezogenen Bebauungsplan aufzustellen, und einen Durchführungsvertrag über die Erschließung des Grundstücks durch den und zu Kosten des Vorhabensträgers mit der Gemeinde abzuschließen.

Hotel, Hostel, Campingplatz?

Auch vor der Planung des Aach-Aue-Quartiers hatte sich Sentürk bereits um neue Nutzungen für das Gelände bemüht. 2013 war die Planung erst für ein Hotel, dann ein Hostel und einen Campingplatz weit gediehen. Dann kam die Flüchtlingskrise, und das Areal mit seinen Baulichkeiten wurde vom Landratsamt als Gemeinschaftsunterkunft angemietet. Mit der Abnahme des Flüchtlingsstroms kam es nicht mehr zu einer Belegung.