Die Erschließungsarbeiten im Gewerbegebiet Mitte sind beendet. Vertreter der Gemeindeverwaltung und des Gemeinderats sowie der beteiligten Fachbüros und Firmen haben sich am Mittwoch zur Abnahme der Arbeiten getroffen. Sie zeigten sich zufrieden vom guten Verlauf der Maßnahmen und dem schnellen Ablauf der Arbeiten.

Bei dem Gewerbegebiet handelt es sich um das ehemalige Hupac-Areal – zwischen den Gleisen der Museumsbahn im Westen, und der Kreisstraße 6158 Rielasingen-Worblingen – Überlingen im Norden.

Das Besondere hier: Neben der damit nun neuen 2,5 Hektar Gewerbeflächen ist nun auch das 1,5 Hektar große Sondergebiet Feuerwehr bereit für die Bebauung. Das Sondergebiet ist wichtig für den gesamten Landkreis Konstanz, denn hier wird die Atemschutzübungsstrecke (ASÜ) der Kreisfeuerwehr entstehen. Und auch die örtliche Freiwillige Feuerwehr soll hier eine neue, zukunftsfähige Heimat finden.

Keine weiteren Gewerbegebiete mehr möglich

Es ist das letzte Gewerbegebiet, das die Aachtalgemeinde in absehbarer Zeit zur Verfügung stellen kann. Unter anderem wird hier mit einem großen Postverteilungszentrum ein zentraler Postzustellungsstützpunkt für den südlichen Hegau entstehen. Das bedeutet fünfzig weitere Arbeitsplätze in der Gemeinde. Und: Zwar keine vollen, aber immerhin anteilige Gewerbesteuerzahlungen.

Auf dem Grundstück stehen schon die Bagger bereit, Ende des Jahres soll das Verteilzentrum in Betrieb gehen. Die Dachfläche wird vollständig mit einer Fotovoltaik-Anlage belegt, ebenso ein Teil der geplanten 55 überdachten Stellflächen.

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Der Strom ist für den Eigenverbrauch des Verteilzentrums und das Betanken der E-Zustellfahrzeuge gedacht, darüber hinaus wird es zwei öffentliche Strom-Tankstellen geben. Daneben will sich ein schon im Ort ansässiges Werbeunternehmen ansiedeln. Noch nicht verkauft, aber auch bereits optioniert ist der dritte Bauplatz.

Feuerwehr zieht um

Neben der ASÜ will die FFW Rielasingen-Worblingen bauen. Das bisherige Feuerwehrhaus sei nicht mehr für die aktuellen Aufgaben der Blaulichtorganisation gerüstet. Drei Kreisbrandmeister und die Gemeindeunfallversicherung haben mittlerweile die Mängel des jetzigen FFW-Hauses bestätigt. Diese wurden auch im Feuerwehrbedarfsplan festgehalten. Von der benachbarten ASÜ erhofft man sich den einen oder anderen Synergieeffekt. Von den Feuerwehreinrichtungen sind keine Gewerbesteuereinnahmen zu erwarten.

Das Gewerbegebiet bekommt außerdem schnelles Internet. Baumert sprach von einer 1000-Megabit-Leistungsversorgung. Man habe hier den enormen Vorteil gehabt, von vornherein zu wissen, für welche Firmen man planen müsse, so Erwin Gräble von der Thüga.

Bürgermeister Ralf Baumert bedankte sich in einer kleinen Ansprache bei allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit. Sein Dank galt nicht nur dem Planer und Bauleiter Burkhard Raff vom gleichnamigen Ingenieurbüro in Gottmadingen, dem Bauamtsmitarbeiter Rafael Grimm und Michael Lopes von der Singener Tiefbaufirma Jorge Lopes, sondern insbesondere auch dem Gemeinderat.