Helmut Nahrgang ist Vorsitzender des Ortsseniorenrates Rielasingen-Worblingen. Und er ist impfberechtigt, jedoch noch immer nicht geimpft, und wartet wie viele andere Senioren auf einen Impftermin.

Bereits seit Mitte vergangenen Jahres informiert der Ortsseniorenrat ältere Bürger der Gemeinde über Corona, Schutzmaßnahmen und Impfungen. Nahrgang und weitere Aktive aus dem Rat bieten ihre Unterstützung beim Installieren der Corona-Warn-App an und helfen seit drei Monaten bei der Vereinbarung von Impfterminen.

Stundenlang am Telefon

Konkret bedeutet das, dass sie stundenlang am Telefon sitzen. „Das Vergabesystem der Impftermine ist für jüngere Menschen gemacht. Für über 80-Jährige ist das eine große Herausforderung“, sagt Helmut Nahrgang über das Prozedere. Er findet, das hätte man besser machen können.

Etwa 250 Personen aus der Gemeinde hätten sich in den vergangenen Wochen beim Ortsseniorenrat gemeldet und um Hilfe und Informationen gebeten. Für etwa 100 Bürger versuchte der Ortsseniorenrat einen Impftermin im Kreisimpfzentrum (KIZ) in Singen zu vereinbaren.

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Anfangs ohne Erfolg: alle landeten auf einer Warteliste. Tragisch war, dass zunächst kaum einer dieser Senioren einen Termin erhielt. Erst seit der Ortsseniorenrat in Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung Listen an das Landratsamt Konstanz sendet, erhalten die darauf notierten Menschen einen Termin, wie Helmut Nahrgang berichtet. Denn die ersten Rückrufe vom Landratsamt seien zwischenzeitlich erfolgt.

Gemeindeverwaltung und Seniorenrat helfen

„Es ist wichtig, dass unsere älteren Mitbürger wissen, was auf sie zukommt“, so Helmut Nahrgang, der mit seinen Mitstreitern über die Corona-Impfungen und deren Ablauf informiert. Er bittet darum, dass sich Senioren, die noch keinen Impftermin haben, bei der Gemeindeverwaltung unter den Telefonnummern (0 77 31) 93 21-54 oder -46 oder wochentags von 10 bis 12 Uhr beim Ortsseniorenrat unter (0 77 31) 93 21-35) melden, sollten sie Unterstützung wünschen.