Das Müllaufkommen hat in der Pandemie nicht nachgelassen. „Wir wundern uns, woher der ganze Müll kommt“, erklärte Eckhardt Pfeiffer, Geschäftsführer des Müllabfuhr-Zweckverbandes (MZV) der Gemeinden Engen, Gailingen, Gottmadingen, Hilzingen und Rielasingen-Worblingen.

Verbandsrechner Alexander Graf präsentierte bei der Verbandsversammlung des MZV die Zahlen für das Wirtschaftsjahr 2020. Besonders auffällig dabei: ein Verlust in Höhe von 95.433 Euro. Dieser Betrag wurde der allgemeinen Rücklage entnommen, die durch Kostenüberdeckungen aus den Vorjahren entstanden war.

Rücklagen sinken

Müll ist teuer und verursacht Kosten – im vergangenen Jahr rund 2,1 Millionen Euro. Gleichzeitig sanken die Rücklagen des MZV. Ende des Jahres 2020 beliefen sich diese noch auf rund 362.500 Euro – das sind etwa 260.000 Euro weniger als im Vorjahr. Auch auf der Ertragsseite sieht es nicht optimal aus: Über 217.000 Euro weniger als geplant konnten erzielt werden.

Die Ursache für das deutlich höhere Müllaufkommen im Vergleich zum Vorjahr ist laut MZV-Geschäftsführer Pfeiffer eindeutig die Pandemie. Eine wahre Flut an Sperrmüll-Anmeldungen ging täglich beim MZV ein. Mit Keller und Dachboden aufräumen habe das nicht mehr viel zu tun, wohl eher mit ganzen Hausentrümpelungen, so Pfeiffer sinngemäß. Insgesamt gab es 750 Tonnen mehr an Rest-, Bio- und Sperrmüll sowie Altholz. Es mussten 11.250 Tonnen Müll beseitigt werden.

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Eine gute Nachricht gibt es dann aber doch: zumindest die Pro-Kopf-Verschuldung wurde im Wirtschaftsjahr auf 16,60 Euro reduziert, im Vorjahr lag diese noch etwa zwei Euro höher. Seit 15 Jahren gab es für die Kunden keine Gebührensteigerungen. Ob dies so bleiben wird, sei zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beraten. Dies müsse noch wirtschaftlich und politisch abgewogen werden, erklärte Bürgermeister Ralf Baumert.