Die Warnung kommt vom Bürgermeisteramt in Rielasingen-Worblingen. Im Zuge einer Routinekontrolle wurde eine Verunreinigung im Trinkwasser entdeckt. „Die Proben in den Tiefbrunnen und im Hochbehälter haben nichts ergeben“, erklärt Wassermeister Claudio Giugliani. Jedoch sei bei einer Probe aus dem Leitungsnetz ein Keim aufgetreten. Es handele sich zwar nur um minimale Erhöhungen, so Andrea Debatin vom Bürgermeisteramt, doch als Vorsichtsmaßnahme sei die Warnung sofort herausgegeben worden. Die Bürger sind dabei ausdrücklich aufgefordert, auch Mitbewohner und Nachbarn zu informieren.

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Auch Elisabeth Auer aus Worblingen ist bereits informiert, als der SÜDKURIER mit ihr spricht. Verunsichert fühlt sie sich nicht. „Man macht einfach das, was vorgeschlagen ist“, sagt die Hauswirtschaftslehrerin. Beim Duschen müsse man eben ein wenig aufpassen. Entspannt sieht die Situation auch Gerd Beha. Er erfährt im Gespräch mit dem SÜDKURIER von der Warnung. „Meinen Kaffee koche ich ohnehin ab“, sagt er. Und ansonsten trinke er das Wasser aus der Flasche.

„Das ist eine Konstellation, die eigentlich nicht möglich ist.“ Claudio Giugliani, Wassermeister
„Das ist eine Konstellation, die eigentlich nicht möglich ist.“ Claudio Giugliani, Wassermeister | Bild: Biehler, Matthias

Wassermeister Claudio Giugliani kann sich noch keinen Reim auf den Keim machen: „Das ist eine Konstellation, die eigentlich nicht möglich ist“, erklärt er nach den Proben im Ortsnetz von Rielasingen.

Die Bürger in Rielasingen-Worblingen sind aufgerufen, ihr Trinkwasser abzukochen.
Die Bürger in Rielasingen-Worblingen sind aufgerufen, ihr Trinkwasser abzukochen. | Bild: Biehler, Matthias

Derzeit laufe die Ursachenforschung noch. „Wir wissen noch nicht, um welche Bakterien es sich handelt“, erklärt Andrea Debatin gegenüber dem SÜDKURIER. Erst am Wochenende liege das Ergebnis der zweiten Beprobung vor und in der Rathausverwaltung ist die Hoffnung groß, dann womöglich schon am Samstag schnell Entwarnung geben zu können. Es habe durchaus schon Fälle gegeben, in denen der Keim im Labor zuhause war.

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Vorerst sei es aber ratsam sich an die Ratschläge des Gesundheitsamtes zu halten. Sobald die aktuellen Probenwerte vorliegen und das Trinkwasser wieder einwandfrei konsumiert werden könne, würden die Bürger informiert, so Giugliani. Bei Fragen stehe er unter der Mobilfunknummer (0160)4785-884 zur Verfügung.

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