Auch wenn es erst drei Jahrzehnte jung ist, entspricht das Feuerwehrgerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Rielasingen-Worblingen nicht mehr den wachsenden Anforderungen einer zukunftsfähigen Feuerwehr. Deshalb war in der Vergangenheit bereits mehrfach im Gemeinderat über ein neues Feuerwehrhaus auf dem ehemaligen HUPAC-Areal diskutiert worden.

Auch, weil dort in direkter Nachbarschaft der Landkreis Konstanz eine Atemschutzübungsstrecke plant. Und genau diese Planungen laufen im Moment nicht im Gleichschritt mit denen in Rielasingen-Worblingen. Die Ratsmitglieder wünschen sich nämlich Kosteneinsparungen durch Kooperationen mit Kreis.

Es geht um rund 7,6 Millionen Euro

Die Kommunalpolitiker machten es sich in der letzten Sitzung vor der Sommerpause nicht einfach, einen Beschluss für das weitere Vorgehen zu fassen. Einig waren sich alle, dass die Freiwillige Feuerwehr in der Gemeinde mit über 80 ehrenamtlichen Kameraden und Kameradinnen wichtig ist. Für Lothar Reckziegel von den Freien Wählern steht sie sogar an erster Stelle, wie er in der Sitzung betonte. Doch wenn es um die Kosten in Höhe von geschätzt 7,6 Millionen Euro für das neue Feuerwehrhaus geht, macht man sich Sorgen im Gremium.

Besonders im Hinblick auf die Pandemie, die ein Defizit im Haushalt hinterlassen wird. Zuwendungen vom Land wird es in Höhe von 575.000 Euro geben. Allerdings muss hierfür innerhalb der nächsten zehn Monate die erste Baumaßnahme erfolgen. Aus vorhandener Liquidität wurden bereits 6,3 Millionen Euro in den Haushalt eingestellt. Der restliche Finanzierungsbedarf ist noch offen, müsste jedoch laut Bürgermeister Ralf Baumert machbar sein.

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Am Ende einer regen Diskussion über das weitere Vorgehen einigte man sich einstimmig darauf, die Verwaltung mit der Einreichung eines Baugesuches zu beauftragen. Bis zur nächsten Sitzung nach der Sommerpause soll dann mit Mitgliedern aus allen Fraktionen ein Bauausschuss benannt werden, um dann einen Baubeschluss auf den Weg zu bringen.