Endlich kann wieder im Garten zwischen Obstbäumen gefeiert werden. Nach Corona-bedingten Zwangspausen in den vergangenen zwei Jahren findet am ersten Juliwochenende das Gartenfest des Musikvereines Worblingen statt. Geboten werden Geselligkeit, Musik sowie leckere Speisen und Getränke.

Vor drei Jahren feierte der Musikverein sein 111-jähriges Bestehen mit einem großen Festzelt. In den darauffolgenden Sommern wurde es in Sachen Feiern wegen der Pandemie ruhig. Umso größer ist die Freude der Vereinsmitglieder und aus der Bevölkerung jetzt, dass der Termin für das diesjährige Gartenfest naht. „Es ist uns wichtig, unsere Tradition des Gartenfestes wieder aufleben zu lassen“, betont Alexander Wagner, Mitglied der Vorstandschaft. „Nach zwei Jahren ohne Gartenfest mussten wir mit der Organisation gefühlt bei Null anfangen“, berichtet Alexander Gonser, zweiter Vorsitzender des Musikvereines Worblingen. Die Routine, ein solches Fest zu organisieren, sei verloren gegangen, ebenso viele Kontakte zu Lieferanten.

Planungen laufen seit Januar

Bereits im Januar begannen die Planungen und jetzt werde nichts mehr schiefgehen, ist sich Gonser sicher. Die schönen Festtage unter den Obstbäumen bedeuten für die Vereinsmitglieder samt deren Angehörigen viel Arbeit. Jeder Aktive muss mithelfen und sich einbringen. Auch die Jugendlichen: Ohne diese ginge es nicht, wie Franziska Bertsche beim Pressegespräch erklärt. „Der Verein und die Bevölkerung sind heiß auf unser Gartenfest“, lautet dabei ihr Fazit. Und der Verein brauche ein solches Fest auch aus finanzieller Sicht, ergänzt Alexander Gonser.

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Besonders stolz ist der Musikverein Worblingen auf die eigene Jugendkapelle, welche von Christian Gommel geleitet wird, so Franziska Bertsche. Diese Jugendkapelle zählt aktuell über 30 Mitglieder zwischen neun und 18 Jahren. Eine im Jahr 2017 gestartete Bläserklasse an der Hardbergschule war Corona zum Opfer gefallen, aber zum Start des nächsten Schuljahres wolle man ein solches Angebot wieder neu starten, so Alexander Wagner. Er ist im Verein für die Jugendarbeit zuständig.

Der Musikverein Worblingen ist stolz auf die eigene Jugendkapelle.
Der Musikverein Worblingen ist stolz auf die eigene Jugendkapelle. | Bild: Musikverein Worblingen

Mona Rückert spielt Trompete und ist Mitglied der Jugendkapelle. „Mit anderen gemeinsam zu musizieren, ist eine schöne Abwechslung für mich“, sagt sie. Und auch Querflötenspielerin Emily Auer lobt die Gruppe. Es gebe viele Gründe, warum junge Menschen Musik machen sollen, findet Alexander Wagner. Ganz oben aber stehe der soziale Aspekt in der Gemeinschaft.

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Die Hauptkapelle besteht aus rund 50 aktiven Musikern. Kein einziges Vereinsmitglied ging in der Corona-Pause verloren. Wenn auch diese Zwangspause die musikalische Entwicklung des Vereines nicht weitergebracht und die Motivation der Musiker in dieser Zeit gelitten habe, sei man jetzt wieder voll dabei, blickt Alexander Gonser auf die Zeit ohne Probenmöglichkeit zurück. Franziska Bertsche ergänzt: „Wir haben einen hohen musikalischen Anspruch an uns Musiker und möchten unserer Gemeinde etwas bieten“.