Ein Fröschlein quakte und die Vögel zwitscherten unbeirrt während des kleinen Corona-konformen Festaktes am Gelände des Sielmann-Weihers in Worblingen. Dieser bekam nämlich einen Vornamen und trägt nun offiziell den kompletten Namen des verstorbenen Tierfilmers und Naturschützers Heinz Sielmann.

Der Name Heinz Sielmann drohe in der Geschichte zu verblassen, viele der jüngeren Generationen könnten sich nicht mehr an ihn erinnern, erklärte Michael Beier, Vorstandsvorsitzender der Heinz-Sielmann-Stiftung.

Diese setzt sich für Naturschutz und Artenvielfalt ein und initiierte im Jahr 2004 mit dem Ornithologen Peter Berthold und mit Heinz Sielmann den „Sielmanns Biotopverbund Bodensee„.

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Seit dem Spatenstich für das Stillgewässer in Worblingen im Jahr 2017 entwickelte sich dieses zu einem Kleinod in der Gemeinde. Zwischenzeitlich hätten sich hier 70 verschiedene Vogelarten angesiedelt, berichtete Bürgermeister Ralf Baumert in einer Ansprache.

Zur Würdigung des Heinz-Sielmann-Weihers treffen sich unter Beachtung der Abstandsregel (von links): Michael Beier, Hermann Wieland, Bürgermeister Ralf Baumert, Saskia Frank, Rudolf Caserotto, Dagmar Eisenhart, Volkmar Brielmann, Lothar Reckziegel und Matthias Möhrle.
Zur Würdigung des Heinz-Sielmann-Weihers treffen sich unter Beachtung der Abstandsregel (von links): Michael Beier, Hermann Wieland, Bürgermeister Ralf Baumert, Saskia Frank, Rudolf Caserotto, Dagmar Eisenhart, Volkmar Brielmann, Lothar Reckziegel und Matthias Möhrle. | Bild: Sandra Bossenmaier

Der Erfolg des Projektes für Naturschutz und Artenvielfalt steckt im Miteinander der Stiftung und der Gemeinde Rielasingen-Worblingen sowie in der Idee des Ornithologen Peter Berthold: „Ein Biotop für jede Gemeinde“.

Und natürlich steckt der Erfolg des Projekts im Respekt der Öffentlichkeit vor der Natur. „Wir erleben hier keinen Vandalismus, sondern Respekt und Akzeptanz vor der Natur, die genutzt werden kann“, betonte Michael Beier von der Stiftung. In der Corona-Zeit hätten die Menschen die Heimat und den Wert der Natur wieder bewusster wahrgenommen. Denn sie bot rar gewordene Abwechslung.

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Seit 15 Jahren besteht Sielmanns Biotopverbund Bodensee, seitdem wurde mit 133 Biotopmaßnahmen an 44 Standorten eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt gefördert. Dies sei eine Region, in der man Natur zulasse, lobt Michael Beier die Zusammenarbeit.

Beliebtes Biotop: Dieses Gewässer in Worblingen heißt nun Heinz-Sielmann-Weiher.
Beliebtes Biotop: Dieses Gewässer in Worblingen heißt nun Heinz-Sielmann-Weiher. | Bild: Sandra Bossenmaier

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