Verdacht der gefährlichen Körperverletzung, Freiheitsberaubung, Nötigung, gewerbsmäßiger Betrug – die Vorwürfe wiegen schwer. Beschuldigt werden ein Firmeninhaber und ein Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes. Und im Zuge der Ermittlungen kam es am Mittwoch, 23. November, in den frühen Morgenstunden zu Durchsuchungen von Objekten in Rielasingen-Worblingen und Bad Dürrheim. Das teilen Bundespolizeiinspektion Konstanz und Staatsanwaltschaft Konstanz in einer gemeinsamen Meldung mit.

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Demnach seien zwei Objekte durchsucht worden, bei denen es sich um Wohnung und Geschäftsräume gehandelt habe. Zu den genauen Örtlichkeiten hält sich die Bundespolizei bedeckt – mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen. Bei dem Einsatz seien allerdings Spezialkräfte der Bundespolizei zum Einsatz gekommen, da die beiden Männer im Verdacht stehen würden, über Waffen zu verfügen und gewaltbereit zu sein. Die Ermittler scheinen indes ziemlich diskret vorgegangen zu sein. Weder auf den einschlägigen Kanälen in den sozialen Medien noch bei offiziellen Stellen ist etwas zu den Vorgängen bekannt.

Die beiden Männer, auf die die Durchsuchungen abgezielt haben, werden verdächtigt, „in Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit in mehreren Fällen Personen körperlich misshandelt zu haben“, heißt es in der Mitteilung. Außerdem werfen die Ermittler dem Firmeninhaber vor, Personal ohne Sachkundenachweis und Zuverlässigkeitsüberprüfung beschäftigt zu haben. Dadurch habe er eine Auftraggeberin „in betrügerischer Absicht getäuscht“, so die Angaben der Behörden.

Polizisten nehmen einiges an Beweismaterial mit

Bei den Durchsuchungen haben die Beamten einiges gefunden. So seien Mobiltelefone, Speichermedien und Geschäftsunterlagen gefunden worden, die Aufschluss über den Tathergang geben sollen. Außerdem haben die Einsatzkräfte laut der Meldung Waffen und Betäubungsmittel beschlagnahmt – wobei mit Betäubungsmitteln im juristischen Sprachgebrauch in der Regel Drogen gemeint sind.

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Diese Beweismittel würden nun ausgewertet, heißt es in der Mitteilung weiter. Das Strafgesetzbuch sieht für gefährliche Körperverletzung und gewerbsmäßigen Betrug in der Regel Freiheitsstrafen von sechs Monaten bis zehn Jahren vor, auf Freiheitsberaubung stehen Freiheitsstrafen bis fünf Jahre oder Geldstrafen und auf Nötigung Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren oder Geldstrafen. In minder schweren Fällen listet das Strafgesetzbuch mitunter auch geringere Strafen auf. Es gilt die Unschuldsvermutung.