„Voraussichtlich“ war das Wort, das die Leiterin des Kinder- und Jugendförderteams, Jenny Frankenhauser, in ihrem Sachstandsbericht für den Gemeinderat Rielasingen-Worblingens immer wieder ganz besonders betonte und hervorhob. Denn die Vorbereitungen für die Wiederöffnung der Kinderhäuser unter Corona-Vorgaben zum 29. Juni laufen zwar auf vollen Touren. Die Umsetzung ist jedoch noch mit einer Reihe von Fragezeichen versehen.

Man gebe alles, um eine voraussichtliche Öffnung zu diesem Zeitpunkt nicht nur der kommunalen Kinderhäuser, sondern auch der Einrichtungen mit kirchlicher oder privater Trägerschaft auf den Weg zu bringen, erläuterte Bürgermeister Ralf Baumert in der Sitzung. Zielsetzung sei, dass alle Kinder ihre Kindergärten und Kitas wieder besuchen könnten – wohl aber nicht zu den Öffnungszeiten, wie sie vor der Corona-Pandemie galten. Einen Rechtsanspruch gebe es nicht.

Bürgermeister Ralf Baumert: „Wir müssen neue Beurteilungen der Risikogruppen durchführen.“
Bürgermeister Ralf Baumert: „Wir müssen neue Beurteilungen der Risikogruppen durchführen.“ | Bild: Picasa

Jenny Frankenhauser wies darauf hin, dass der Besuch der Betreuungseinrichtungen anders aussehen werde als vor Corona: Der Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg habe zwar den Personalschlüssel gelockert. Was bedeute, dass die über 60-Jährigen seit kurzem zwar nicht mehr zur Risikogruppe zählen. Es sei allerdings zu berücksichtigen, wie viele der Erzieher und Erzieherinnen am Stichtag tatsächlich einsetzbar sein werden. „Wir müssen neue Beurteilungen der Risikogruppen durchführen,“ ergänzte Ralf Baumert.

„Wir wollen die Eltern nicht enttäuschen, aber die Qualitätsstandards lassen sich wegen der dünnen Personaldecke nicht umsetzen“, erläuterte Jenny Frankenhauser. Angebote wie Sprachförderung werde es nicht geben. „Es geht nur um die Betreuung“, sagte sie. Zum ersten Mal will die Gemeinde als Hilfe für die Eltern, deren Urlaub wegen der Kinderbetreuung aufgebraucht ist, im August eine Betreuung auch für die unter Dreijährigen anbieten. Es müsse eine Arbeitgeberbescheinigung vorgelegt werden.

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