Normalerweise verlocken Sonnenschein und warme Temperaturen zum Baden im Freien. Doch fröhlich planschende Kinder, Sonnenanbeter auf der großzügigen Liegewiese oder Schwimmer, die sich sportlich betätigen, sucht man aktuell vergebens im Naturbad Aachtal in Worblingen. Stattdessen finden sich leere Schwimmbecken – nur zwei Enten nutzen einen kleinen Rest Wasser im tiefsten Becken und genießen dort ungestört die Ruhe. Der hübsch angelegte Strandbereich ist leer, lediglich verwaiste Sonnenschirme erinnern an erholsame Stunden auf einladenden Liegestühlen, auch der Kiosk ist geschlossen.

Freibäder bleiben vorerst zu

Eigentlich hätte im Mai das Naturbad Aachtal in Worblingen wieder öffnen sollen. Doch aufgrund der Corona-Krise müssen alle Freibäder geschlossen bleiben, das Badevergnügen fällt somit erst einmal ins Wasser. Wann Freibäder, und damit eben auch das Naturbad, wieder öffnen dürfen, ist derzeit nicht abschätzbar. Hygienekonzepte sind in Erarbeitung und Prüfung wie es im am vergangenen Mittwoch veröffentlichten Fahrplan der Corona-Landesverordnung Baden-Württemberg zur schrittweisen Lockerung der Beschränkungen heißt.

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„Es wäre wirklich schade, wenn das Naturbad diesen Sommer nicht öffnen würde“, sagt der Gymnasiast Lukas Mayer. Dabei ist er priviligiert: Im heimischen Garten gäbe es zwar auch einen Pool, in dem man sich erfrischen könne, aber im Vergleich zum Naturbad sei das langweilig, erzählt der Junge, der vor allem den Kontakt mit Freunden vermisst.

„Dass wir im Moment nicht öffnen dürfen, ist sehr traurig“, erklärt Pächterin Nurhayat Aktas. Trotz der schwierigen Situation hat sie aber volles Verständnis für die Maßnahmen und blickt trotz Corona zuversichtlich auf eine schöne, wenn auch verkürzte, Badesaison in Worblingen.

Ein Bild stammt vom Sommer 2019 und zeigt die Enric und Ellen. Ob und wann das Naturbad in diesem Jahr öffnen kann, ist noch nicht klar.
Ein Bild stammt vom Sommer 2019 und zeigt die Enric und Ellen. Ob und wann das Naturbad in diesem Jahr öffnen kann, ist noch nicht klar.

Die Pächterfamilie Aktas hatte die bereits begonnenen Reinigungsarbeiten des Naturbades gestoppt, als es zum Shutdown kam und klar wurde, dass das Bad nicht wie geplant öffnen kann. „Es wartet jetzt viel Arbeit auf uns“, so Nurhayat Aktas. Denn in den nächsten Tagen wird man auf dem Gelände des Naturbades alles auf Vordermann bringen, die Anlage komplett reinigen und die Schwimmbecken mit frischem Wasser befüllen. Die Betreiberfamilie will die Badesaison also noch nicht abschreiben. Sie freuen sich trotz Corona auf die Badegäste und wollen alles dafür tun, dass die bei Öffnung vorgeschriebenen Hygienevorschriften eingehalten werden.

„Wir stellen uns auf eine mögliche Öffnung zum 1. Juli ein, das Naturbad ist in Warteposition“, so Bürgermeister Ralf Baumert auf Anfrage des SÜDKURIER. Ob dieser Öffnungstermin gehalten werden kann und welche von der Landesregierung vorgegebenen Hygienevorschriften umgesetzt werden müssen, sei im Moment noch offen. Ebenso wie viele Badegäste das Bad dann besuchen dürfen.

Die Besonderheit des Aachtalbades

Einer davon wäre gerne Davide Miranda aus Rielasingen. „Mit macht es großen Spaß vom Sprungfelsen ins Wasser zu springen“, erzählt der Drittklässler, der sehnsüchtig auf die Öffnung des Naturbades wartet. Auch seine Mutter Christiane freut sich darauf. Sie schätzt das chlorfreie Wasser, weil dieses der empfindlichen Haut der Kinder nicht schadet.

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