Fast alle Grundstücke im Rielasingen Gewerbegebiet sind verkauft. Die Gemeinde ist bei Mittelstands- und Handwerksbetrieben beliebt. Neben Gewerbefläche werden ökologische Ausgleichsmaßnahmen angelegt

Wirft man einen Blick in die Gewerbegebiete der Gemeinde merkt man schnell, dass sich hier in den letzten Jahren vieles entwickelt hat.

Gewerbegebiet Nord

Als im Jahr 2011 im Gewerbegebiet Nord mit der Erschließung begonnen wurde, ahnte man nicht, dass die Nachfrage nach Grundstücken dort so groß sein würde. Aktuell stehen in dem sechs Hektar großen Gewerbegebiet nur noch drei kleine Restflächen zum Verkauf zur Verfügung. Der Platz für Gewerbetreibende wird also knapp.

Die Mittelstands- und Handwerksbetriebe vor Ort schätzen die Nähe zueinander und die gepflegte Umgebung. Die Gemeindeverwaltung setzte auf die Entwicklung einer breit gefächerten Wirtschaft mit einem wettbewerbsfähigen Angebot an Waren, Dienst- und Handwerksleistungen mit sicheren Arbeitsplätzen. Denn damit sei man nicht so stark abhängig von möglichen Wirtschaftskrisen wie beispielsweise große Industrieunternehmen das seien, erklärt Bürgermeister Ralf Baumert vorausschauend.

„Bei der Kapelle“

Auch in Verlängerung der Zollstraße Richtung Schweizer Zoll, im Gebiet „Bei der Kapelle“ gibt es keine verkäuflichen Grundstücke mehr. Aktuell laufen hier die Planungen zur Erschließung. Spätestens im Frühjahr 2021 können dann die neuen Grundstücksbesitzer dort mit ihren Bauvorhaben beginnen. Insgesamt ist diese Fläche etwa 30.000 Quadratmeter, also 3,5 Hektar, groß. Etwa ein Drittel der Fläche wurde an zwei ortsansässige Betriebe verkauft, etwa zwei Drittel der Fläche ging an ein Unternehmen, welches sich mit rund 100 Arbeitsplätzen neu in der Gemeinde ansiedeln möchte. Durch diese Aufteilung kommen auf die Gemeinde nur geringe Erschließungsmaßnahmen zu. Im Anschluss an die Bebauung soll ein etwa 5.000 Quadratmeter großer Bereich renaturiert werden. Aufgrund einer Wasserstelle würde sich hier beispielsweise ein Feuchtbiotop anbieten, so Bürgermeister Ralf Baumert.

Ehemaliges Hupac-Gelände

Das dritte Gebiet, in dem sich etwas tut, ist das ehemalige Hupac-Gelände in der Nähe des alten Bahnhofes. Hier soll das neue Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Rielasingen-Worblingen entstehen. In direkter Nachbarschaft zur dort geplanten zentralen Atemschutzübungsstrecke der Kreisfeuerwehr. Wenn auch noch keine Beschlüsse des Kreistages zur Realisierung vorliegen, wird dort auch über das Entstehen von zentralen Werkstätten für die Feuerwehren, eine Katastrophenschutzhalle und ein Übungsgelände nachgedacht.

Es tut sich also einiges in der Gemeinde. Dabei sind die Planungen und Entwicklungen solcher Prozesse immer sehr komplex und müssen vorausschauend überlegt und angegangen werden. Die Gemeindeverwaltung achtet dabei stets auf ein langfristiges Gleichgewicht zwischen den Aspekten von Klima- und Umweltschutz und einer vernünftigen Fortentwicklung der Gemeinde.

Zahlen und Fakten

  • Einpendler in die Gemeinde gab es 2011 895 Personen, im Jahr 2018 waren es 1257 Personen. Das ist ein Plus von 362 Personen oder 40,4 Prozent.
  • Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte: 2011 waren es 2820 Personen, aktuell sind es 3325 Personen. Was ein Plus von 505 Personen beziehungsweise 17,9 Prozent entspricht.
  • Gemeldete Betriebe waren es 2011 516 , die aktuelle Zahl beläuft sich auf 723, was ein Plus von 207 Betrieben beziehungsweise 40,1 Prozent bedeutet.
  • Der Handel- und Gewerbeverein ist ein Zusammenschluss von Gewerbetreibenden. Ziel ist es die Anliegen und Interessen des lokalen Gewerbes zu bündeln und ein „Wir-Gefühl“ zu schaffen. Gemeinsame Auftritte, Infobroschüren und Werbeveranstaltungen werden initiiert. Weitere Ziele sind beispielsweise die Abrundung des Branchenmix, Förderung junger Unternehmer oder die Mithilfe bei der Lösung des Verkehrsproblems.
  • 11856 Einwohner gab es im Jahr 2017 mit einem Durchschnittsalter von 45,3 Jahren. 2017 nahm die Gemeinde je Einwohner 1030 Euro Steuern (nach Abzug der Gewerbesteuerumlage) ein, darin beinhaltet sind 222 Euro Gewerbesteuer je Einwohner, der Schuldenstand betrug 203 Euro je Einwohner.

Weitere Informationen im Internet: www.riealasingen-worblingen.de