Zum 33. Mal führt die Mundartbühne Worblingen eine Komödie im Pfarrheimsaal in Worblingen auf. Seit 1981 wird diese Tradition jährlich fortgesetzt – dieses Jahr vom 18. bis 20. Oktober mit der Arztkomödie „Was ist los, Herr Doktor?“ von Rudolf Jisa und Alfred Mayr.

Darin soll humorvoll aufgedeckt werden, dass es auch der Doktor nicht immer leicht hat. Das Besondere: Das gesamte Stück wurde von Désirée Moser, in reinsten Worblinger Dialekt übersetzt. Das sei ein „unheimlicher Aufwand“ gewesen, aber es würde sich lohnen, erzählt sie. Seit Anfang September probt die Gruppe für die vier Aufführungen Mitte November. Die Komödie wird in drei Akten präsentiert, dazwischen gibt es Pausen, in denen man essen und trinken kann. Nach der Aufführung wird zum Verweilen eingeladen.

„Mundart ist Kulturgut“, zitiert Dieter Gräble Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Er selbst wirkt schon seit 1993 beim Mundarttheater mit. Insgesamt kommen die Worblinger Schauspieler auf über 100 Jahre Bühnenerfahrung. Gespielt wird ehrenamtlich und der Erlös kommt der Pfarrgemeinde für den Erhalt des Gebäudes zugute. „Dieses Jahr ist vieles anders“, betont Mitwirkende Bettina Glaser-Spallek. „Die Arbeit wurde besser aufgeteilt, es gibt eine eine neue Maskenbildnerin und es ist zum ersten Mal kein ‚Bauernschwank‘, der aufgeführt wird.“

Der Motor des Ganzen ist Souffleuse Beate Billinger, sie ist seit 1995 bei den Proben nicht wegzudenken. Vom Bühnenbild bis hin zur Verpflegung wird in Worblingen alles selbst gemacht und eigenständig organisiert. Das Miteinander sei wichtig, sagen die Darsteller. Denn: Ohne Team-Management wäre eine solche Aufführung gar nicht möglich.

Eintrittskarten kosten zehn Euro, ermäßigte Karten fünf Euro. Tickets im Vorverkauf gibt es in Worblingen bei der Bäckerei Schlegel und im Laden 34. Die Aufführungen finden am Freitag, 18. Oktober, um 20 Uhr sowie Samstag, 19. Oktober, um 15 und 20 Uhr und Sonntag, 20. Oktober, um 19 Uhr statt.