Rielasingen-Worblingen Vier Hegauer bringen Hardrock nach Stuttgart

So klingt der Hegau: Schüler-Hardrock-Band Dangerousway steht vor erstem großen Auftritt. Schon seit dem Kindesalter machen sie Musik

Hardrock-Musik, die im Keller entsteht und Potenzial hat, viel Gehör zu finden, das ist die große Leidenschaft der Nachwuchsband Dangerousway. Die Bandmitglieder Joshua Wild, Robin Nitschke, Joel Bounab und Luke Lochmann sind fleißig am Proben. Derzeit treffen sie sich besonders oft im Probenraum, da ihrer Band Dangerousway schon bald der erste große Auftritt bevorsteht. Die Freude an der Musik steht den Jungs dabei ins Gesicht geschrieben.

Dabei können die jungen Musiker bereits auf reichlich Erfahrung zurückblicken. Die Idee einer Bandgründung hatten Joshua und Robin schon seit mehreren Jahren, als die Kindheitsfreunde bereits mit acht Jahren gemeinsam im Keller probten. Als Robin 2015 Joel kennenlernte, fand das Team zusammen: Robin am Schlagzeug, Joshua an der E-Gitarre und als Backgroundsänger sowie Joel als Sänger und E-Gitarrist. Im letzten Jahr ergänzte Luke die Band durch seinen Bass. Ihn lernte Joshua in der Schülerband ihrer gemeinsamen Schule kennen.

Robin Nitschke spielt bereits seit zirka 8 Jahren das Schlagzeug.
Robin Nitschke spielt bereits seit zirka 8 Jahren das Schlagzeug. | Bild: Marla Hanenberg

Joel begann Gesangsunterricht zu nehmen und auch die anderen Mitglieder lassen sich immer noch in ihren Instrumenten unterrichten. Ehrgeiz und Talent kann man den jungen Musikern somit nicht absprechen.

Nun zahlt sich der Fleiß aus: Am Donnerstag, 1. März, haben die Bandmitglieder von Dangerousway in Stuttgart im Club Zentral einen großen Auftritt beim Nachwuchsfestival Schooljam. Dafür wurden sie von über 1000 Bands als eine von 100 ausgewählt und werden dort von einer Jury bewertet. Wenn ihre Musik ankommt, haben sie die Chance auf einen weiteren Auftritt – auf der Musikmesse in Frankfurt, wo das Finale stattfindet. Der Siegerband des Nachwuchsfestivals wird dann jeweils ein Auftritt auf den berühmten Festivals Southside und Hurricane ermöglicht. Um dafür gut vorbereitet zu sein, gibt es überdies ein Coaching-Wochenende beim Event- und Medientechnikanbieter "Satis&fy".

Alle Mitglieder von Dangerousway begannen schon sehr früh mit der Musik: Joshua zum Beispiel begann durch die Akustik-Gitarre seiner Mutter, die schon seit er denken kann bei ihnen zuhause steht, mit dem Musizieren. Robin spielte im Kindesalter Flöte, bemerkte jedoch schnell, dass ihm das Schlagzeug des Musiksaals besser gefällt. Luke ging es ähnlich, auch ihm wurde die Flöte zu langweilig, als er zum Bass wechselte. Zum Rock kam die Band durch Joel, welcher mit zehn Jahren seine erste E-Gitarre bekam und damals von seinem Lehrer zur Rockmusik geführt wurde. "Ich habe am Anfang eher Popmusik gespielt, doch dann zeigte mir mein Lehrer Rockbands wie zum Beispiel Green Day", erzählt er. Andere musikalischen Vorbilder sind für sie Deep Purple und Angus Young, der Gitarrist von AC/DC.

Robin Nitschke, Joshua Wild, Joel Bounab, Luke Lochmann (v.l.) sind die Band Dangerousway. Voller Vorfreude erwarten sie ihren großen Auftritt in Stuttgart.
Robin Nitschke, Joshua Wild, Joel Bounab, Luke Lochmann (v.l.) sind die Band Dangerousway. Voller Vorfreude erwarten sie ihren großen Auftritt in Stuttgart. | Bild: Marla Hanenberg

Doch der Ehrgeiz soll nicht übermächtig werden. Trotz der Freude über den Auftritt in Stuttgart bleibt ihr größtes Ziel weiterhin, Spaß an der Musik zu haben. Ein Traum wäre es dennoch, von der Musik leben zu können: "Millionäre müssen wir damit nicht werden, die Hauptsache ist, es reicht zum Leben", sagt Robin.

Wie engagiert die Band ist zeigt, dass sie sich ihr mittlerweile ausgereiftes Equipment von Auftritten als Straßenmusikern erarbeitet und finanziert haben. Doch auch von den Eltern bekommen sie genügend Unterstützung: Robins Vater, Clemens Nitschke, übernimmt dabei das Management der Band, Joels Mutter sucht oft Auftritte für sie heraus. Und auch im Internet ist die Band bereist präsent. Ihre Songs komponieren die Bandmitglieder vollkommen selbst: Ihr erster, auch schon aufgenommener Song, nennt sich "Black Fire". Diesen kann man sich bei Interesse im Internet anhören.

Joshua ist bei der Entstehung der Songs meistens für die Idee der Melodie und der Akkorde zuständig. Joel schreibt dann die Texte dazu und Robin entwickelt mit seinem Schlagzeug-Part den Rhythmus dazu. "Wir möchten uns nicht an Noten binden", erklärt Joshua, weshalb die Band ihre Songs hauptsächlich gemeinsam und spontan entstehen lässt.

Auch weitere Auftritte der Band sind schon über die Wettbewerbsteilnahme schon geplant: Einen neuerlichen Auftritt soll es beim diesjährigen "Over the wood"-Festival in Arlen geben, an welchem sie auch schon 2017 teilnahmen. Und für das Konzert "Rock am Segel" in Radolfzell, für das sie sich bereits beworben haben.

Nun freuen sie sich aber erst einmal auf den Auftritt in Stuttgart und hoffen auf viel Unterstützung.

Die Serie

  • Der SÜDKURIER erkundet in der Serie "So klingt der Hegau", welche Musik unsere Region prägt. Dazu werden unterschiedliche Künstler in Singen und Umgebung besucht.
  • Die Künstler werden gefragt, was sie inspiriert und welchen Einfluss ihre Heimat auf die Klänge hat, die sie ihren Instrumenten entlocken – vom Alphorn bis zur E-Gitarre. Damit Sie auch tatsächlich hören können, wie der Hegau klingt, gibt es die Verknüpfung zu Videos im Internet.

.Der erste schon aufgenommene Song nennt sich "Black Fire". Diesen kann man sich bei Interesse auch schon auf ihrer Band-Website anhören unter:http://dangerousway.de/music.html

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