Die Narrenspiel-Premiere am Freitagabend mit 400 bestens gelaunten Zuschauern war ein prachtvoller Start der Rattlinger in die heiße Phase der Fünften Jahreszeit. Ein Feuerwerk an Narretei hatte der Rattlinger-Chef Holger Reutemann dem Publikum zur Begrüßung versprochen – und wahrlich nicht gelogen. Auch am Samstag spielten die Rattlinger vor vollem Haus – und der Spaß ist noch nicht zu Ende: Weitere Aufführungen gibt es am kommenden Freitag und Samstag.

Weitere Aufführungen am Freitag und Samstag

Musik und Gesang bestimmten die Narrenspiele. Nicht nur begleitete der Fanfarenzug Rielasingen-Arlen unter Leitung von Andreas Herzog den Eröffnungsgardetanz – die Mädels glänzten später übrigens als Power Girls mit einer weiteren Tanznummer. Die mehr als vierzig FZler hatten auch neun Dudelsack-Spieler aus der ganzen Region zu einem vom anwesenden Narrenvolk bejubelten gemeinsamen Auftritt eingeladen.

Der Musikverein Rielasingen-Arlen unter der Leitung von Helmut Matt bewies seine musikalischen Qualitäten den ganzen Abend über als Narrenmusik und sorgte wie jedes Jahr für ein tolles Finale.

Verzichten musste das Publikum auf die Traditionsnummer von Truubehüeter, Nachtwächter und Schermuser. Die große Lücke, die durch den unerwarteten Tod von Nachtwächter Bögiy Beger entstand, konnte und wollte die Zunft nicht schließen. Sie bat um Verständnis, dass die Traditionsnummer dieses Jahr ausfallen müsse. Begers wurde auf eine Art gedacht, die ihm sicherlich gut gefallen hätte: Gemeinsam wurde erst der Narrenwalzer und dann Bögiys Fasnethit von 1986 gesungen.

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Viel Wortwitz bestimmte die Aufführung. Da waren die bekannten närrischen Seitenhiebe auf die Arlener, die Bohlinger und die Singener, und in diesem Jahr neu auch auf die Worblinger. Gerd Schoch nahm spitzzüngig in der Bütt von den bevorstehenden Kommunalwahlen bis zum vergangenen Ausflug des Musikvereins das Ortsgeschehen auf die Schippe.

Zum Höhepunkt wurde der Alte-Wieber-Tanz der Zimmermannsgilde. Die Truppe durfte die Bühne ohne Zugabe nicht verlassen.

Auftakt zum Männerballett: Die Zimmermänner rissen als alte Wiieber das Publikum zu Lachtränen hin.
Auftakt zum Männerballett: Die Zimmermänner rissen als alte Wiieber das Publikum zu Lachtränen hin. | Bild: IIngeborg Meier

Mit Sandro Ienco, Daniel Schorpp, Lukas Uhler und Jenny Bohner gab es neue Talente zu sehen. Sie parodierten auf das Köstlichste das perfekte Dinner und Teleshopping.

Lachtränen kullerten bei den vor spaßigen Ideen nur so strotzenden Ulknummern der Gruppe um Marita Reitze-Fürst in einer Autowaschanlage, und beim Auftritt der Fuhrmann-Schwestern und ihrer Mitstreiter als arbeitslose Gefühle. Und erneut amüsierte sich das Publikum bei der Traditionsnummer des Hausmeister-Ehepaars Helmut und Gisela, sprich Thomas Gonsior und Ali Schoch, auf das Beste. Die beiden sichteten, was die Benutzer der Talwiesenhallen vergessen hatten und ordneten die Fundstücke auf das Witzigste ihren Besitzern zu.