Es war eine Pressekonferenz mit ernstem Hintergrund, den es so in Deutschland noch nie gegeben hatte. Im Ratssaal waren in ausreichendem Abstand zueinander der Bürgermeister, Vertreter des Kinder- und Jugendförderteams, des Pflegezentrums St. Verena, des örtlichen DRK und der Feuerwehr zusammen gekommen, um über den aktuellen Stand der Gemeinde und die dynamischen Entwicklungen zur Corona-Krise zu informieren.

„Für mich bedeutet Krisenmanagement, nicht zu warten, sondern in die Hand zu nehmen, was rechtlich möglich ist und dies auch umzusetzen“, so Bürgermeister Ralf Baumert. Stand Mittwochvormittag hätte es in der Gemeinde drei bestätigte Corona-Fälle gegeben. In Rielasingen-Worblingen wurden drastische Maßnahmen umgesetzt, teils im Vorgriff auf die dann erlassenen Verordnungen gegen die Ausbreitung des Virus.

Bürgermeister bittet um Verständnis

Begonnen hatte dies mit Informationen und Verhaltensempfehlungen an Vereine, Verbände und Organisationen und endete mit einschneidenden Maßnahmen das öffentliche Leben betreffend. In dieser kritischen Situation würde man alles versuchen, die Corona-Krise einzudämmen und die Menschen vor Erkrankung zu schützen, so Baumert. Dabei bittet er um Verständnis der Bevölkerung. Was man jetzt bräuche, seien richtige Anordnungen zum richtigen Zeitpunkt, Panik sei in dieser Krisenzeit nicht nützlich.

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In einem kommunalen Krisenstab hatte man die Situation in der Gemeinde, in den Kinderhäusern und Schulen, im Pflegezentrum St. Verena und mit dem örtlichen DRK und der Freiwilligen Feuerwehr besprochen und ist auf viele denkbaren Szenarien vorbereitet. Auftretende Schwachstellen möchte man gemeinsam schließen und sich bei personellen Engpässen organisationsübergreifend helfen.

Da nicht alle Menschen die von der Landesregierung erlassenen Verordnungen lesen würden, möchte man von Seiten der Gemeinde Aufklärungspolitik betreiben, inklusive einer sinnvollen Kontrolle der Vorgaben.