Das Kinder- und Jugendförderteam der Gemeinde Rielasingen-Worblingen gibt es seit einem Jahr in der neuen Struktur. Dass hier erfolgreich gearbeitet wird, zeigt der Jahresbericht 2015, den der Gemeinderat zur Kenntnis nahm.

Durch die Umstrukturierung und die personelle Verstärkung konnte mehr Gewicht auf die mobile Jugendarbeit und den offenen Treff gelegt werden. Knapp acht Wochenstunden stehen für die mobile Jugendarbeit zur Verfügung. Unter anderem wurden im Rahmen der mobilen Jugendarbeit Absprachen getroffen mit Jugendlichen und Anwohnern der Plätze, an denen sich junge Leute häufig aufhalten. Mehrere ältere Jugendliche aus dieser Szene konnten an den Jugendtreff gebunden werden. Eine große, 60 Personen umfassende Gruppe, deren Mitglieder hochprozentigen Alkohol im öffentlichen Raum konsumierten, wurde aufgelöst, Präventionsgespräche zum Thema Alkohol-Missbrauch geführt. Eine andere Gruppe wird die Sozialarbeiter allerdings auch 2016 weiter beschäftigen, ebenso der Konsum weicher Drogen.

In den Kinderhäusern wurde unter anderem ein Qualitätsmanagement-System eingeführt, die Bedarfsplanung weiterentwickelt und die Kooperation Kindergarten-Grundschule intensiviert. An den Grundschulen führten die Schulsozialarbeiter 475 Schülergespräche, 162 Elterngespräche und 65 Lehrergespräche. An der Ten-Brink-Schule gab es 382 Beratungsanlässe für Schüler und 105 für Eltern. Das von der Jugendstiftung Baden-Württemberg geförderte Programm „Jugend Bewegt“ wurde weitergeführt. Es hat die umfassende Beteiligung von Kindern und Jugendlichen im Blickfeld. In diesem Rahmen fand eine erneute Zukunftswerkstatt mit regem Ideen-Austausch aller in der Gemeinde mit der Jugendarbeit Befassten statt.

Bei der Kinderbeteiligung durch das Ortsdetektive-Projekt ergaben sich konkrete Ergebnisse im Hinblick auf die Wünsche der Kinder im Ortsteil Arlen. Das Projekt findet 2016 nun auch in Rielasingen statt. Seit Februar 2015 gibt es einen Jugendrat mit eigenem Etat, der sich aktiv für eine Reihe von Projekten und Veranstaltungen eingesetzt hat. 2016 engagieren sich die sieben Jugendräte für eine Erweiterung der Skate-Bahn, die W-Lan-Installierung im Juca und eine Reihe von Veranstaltungen. Das Jugendforum tagte vor wenigen Wochen. Das Engagement für Flüchtlinge war hier eines der Schwerpunktthemen.

Das Sommerferienprogramm umfasste 73 Programmpunkte und wurde von 327 Teilnehmern besucht. Der Jugendtreff Juca 60 wurde auf Wunsch seiner Nutzer zu Beginn 2015 umgebaut, die Öffnungszeiten ausgeweitet. Der Treff ist nun auch in den Mittagspausen der Ten-Brink-Schule geöffnet. Dieses Angebot wird gut genutzt.


Das ist geplant

Das Kinder- und Jugendförderteam wird sich in diesem Jahr unter dem Motto „Miteinander in Vielfalt“ mit der Integration von Flüchtlingen im Kinder- und Jugendalter widmen. Schwerpunkt bleibt die Kinder- und Jugendbeteiligung. Zukunftswerkstatt und Jugendforum werden weiter durchgeführt. Folgende Projekte stehen bereits fest: März: Selbstbehauptungskurse für die ersten und zweiten Klassen; 28. April: Girls' and Boys' Day; April: Ortsteildetektive unter Einbezug der VKL-Klasse; 20. bis 24. Juni: Interaktiver Präventionsparcour „Echt krass“ für alle siebten Klassen zum Thema „Sexuelle Übergriffe unter Jugendlichen“; August: Sommerferienprogramm.