Ab einem Alter von 16 Jahren darf man bei der anstehenden Kommunalwahl zur Wahlurne gehen. Das Interesse von den rund 200 jugendlichen Erstwählern in der Gemeinde an der Kommunalpolitik scheint nicht sehr groß zu sein. Diesen Eindruck hatten zumindest die neun Mitglieder des Jugendrates von Rielasingen-Worblingen. Auch deshalb entstand in diesem Gremium die Idee einer Wahlveranstaltung im Juca 60.

Eingeladen wurden Gemeinderatskandidaten, die sich den Fragen der rund 25 versammelten und durchaus interessierten Jugendlichen stellten. Erst etwas zögerlich, dann aber mutiger werdend, stellten sie Fragen, die nicht nur die Kommunalpolitik betrafen. Die Antworten fielen teils ausführlicher aus, als es die verfügbare Zeit vorsah, das ist wohl die Regel bei Wahlveranstaltungen. Immer wieder kam das Thema auf die Jugendarbeit in der Gemeinde. Auf die konkrete Frage, ob man den Jugendrat nach der Gemeinderatswahl unterstützen wolle, war ein vertrauenerweckendes und stimmkräftiges „Ja“ der Kandidaten zu vernehmen. Die Jugendlichen müssten lediglich ihre Wünsche kundtun. Dann könne man die Anliegen prüfen.

Olivia Muolo moderierte den Abend und wusste die Diskussion geschickt in eine gute Richtung zu weisen. „Für mich war dies eine informative und positive Veranstaltung“, erklärte sie nach dem offiziellen Teil. Die Jugendlichen hätten sich ein Bild von den Parteien, ihren Wahlprogrammen und den Kandidaten machen können.

Im letzten Teil des Abends wurde zu einer Probewahl aufgerufen. Trotz Erklärung, wie die Stimmzettel auszufüllen sind, waren letzten Endes nur sehr wenige korrekt ausgefüllt worden und somit ungültig. Bleibt zu hoffen, dass möglichst viele Jugendliche der mehrfach ausgesprochenen Aufforderung nachkommen werden, am Sonntag, 26. Mai, wählen zu gehen und dass dann die Wahlzettel auch korrekt ausgefüllt werden. Wie es geht, sollten sie nach dem Probelauf wissen.