Ausgehend von den laufenden Bauvorhaben als Berechnungsgrundlage, reichen die vorhandenen Krippen- und Kindergartenplätze in Rielasingen-Worblingen 2019 aus – vorausgesetzt, es gibt anders als im vergangenen Jahr nicht unerwartet viele Zuzüge von jungen Familien. Damals standen plötzlich gut 80 kleine Neubürger 50 Kindern gegenüber, deren Familien wegzogen. "30 Kinder zusätzlich mussten untergebracht werden", resümierte die Kinderhaus-Beauftragte Jasmin Kroner während ihres Vierteljahresberichts in der jüngsten Ratssitzung.

2020 sind viele Wohnungen bezugsfertig

Wie die Situation sich entwickle, wenn die großen Geschosswohnbau-Projekte ab 2020 bezogen werden, lasse sich augenblicklich nicht abschätzen. "Jetzt können wir den Bedarf noch voll decken. Wenn auch nicht viel Luft ist", so Bürgermeister Ralf Baumert. "Aber wir stehen Gewehr bei Fuß, um schnell reagieren können. Wir wollen weiterhin als kinder- und familienfreundliche Gemeinde den Eltern ein verlässlicher Partner sein." Allerdings lasse sich der Wunsch nach einem Platz in einer bestimmten Einrichtung nicht erfüllen. Die Betreuungsplätze werden von Kindergartenbeauftragten zugewiesen.

Kindergärten sind ein Beitrag zur Chancengleichheit

Im Augenblick stehen 532 Betreuungsplätze zur Verfügung, 442 davon für Über-Dreijährige, 90 für Kinder im Alter von ein bis drei Jahren. Im zurückliegenden Kindergartenjahr wurden 32 Prozent der ganz Kleinen in einer Krippe betreut. Von den in Rielasingen lebenden Drei- bis Sechsjährigen besuchten 98 Prozent den Kindergarten. Das seien sehr gute Nutzungszahlen, so Gemeinderat Reinhard Zedler: Der Kindergarten-Besuch gewährleiste bessere Start- und Bildungsmöglichkeiten und mehr Chancengleichheit.

Am begehrtesten sind Plätze in den Gruppen mit verlängerten Öffnungszeiten und die Ganztagsplätze. Derzeit wird geprüft, ob in einigen Einrichtungen früher geöffnet werden soll. Und der Gemeinderat wird sich in Kürze mit der Schaffung eines Waldkindergartens beschäftigen.

Bürgermeister zollt Erzieherinnen seinen Respekt

Baumerts Dank galt den Erzieherinnen. Eine Extra-Anerkennung gab es für die Mitarbeiterinnen im Kinderhaus St. Raphael. Dort haben 50 Prozent der Kinder einen Migrationshintergrund und sprechen nicht Deutsch. "Das ist eine ganz spezielle Herausforderung", betonte Baumert.