Der Gemeinderat von Rielasingen-Worblingen hat in seiner öffentlichen Sitzung beschlossen, dass die Hardbergschule im Zuge von anstehenden Renovierungs- und Sanierungsarbeiten bald die nötigen Kabel für den Zugang zum Internet bekommen soll. 

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Welche Hardware in Zukunft genutzt werden wird, soll erst im nächsten Jahr entschieden werden. Aus Sorge vor möglicher Strahlung und zum Schutz der Schulkinder hatte man sich in diesem Gremium bereits vor drei Jahren gegen einen drahtlosen WLAN-Internetanschluss und für eine kabelgebundene Internetlösung in den Klassenzimmern entschieden. Ein Thema, das Eltern und Lehrkräfte nach wie vor beschäftigt. Denn noch immer gibt es in den Klassenzimmern der Hardbergschule kein Internet.

Medienerziehung kaum möglich

Dabei hätte die Schule die Aufgabe, den geltenden Bildungsplan umzusetzen, erläuterte Irmgard Rennebeck, Rektorin der Hardbergschule. Im Bildungsplan enthalten ist das Thema Medienbildung: Dabei sollen die Schüler lernen, mit den digitalen Medien sinnvoll umzugehen und das Medienangebot kritisch zu hinterfragen.

An der Hardbergschule sei das nur schwer umzusetzen, erzählte Lehrerin Stefanie Berger aus dem Schulalltag. Die Nutzung des schuleigenen Computerraumes sei meist zu zeitaufwendig und umständlich, in der Folge würden die Lehrer darauf verzichten. Ein prozessorientiertes Arbeiten, beispielsweise das Erstellen eines Referates in der Schule sei nicht möglich.

Kinder vor Gefahren schützen

Da digitale Medien aber längst Einzug in das Leben der Kinder Einzug gehalten hätten, sei es wichtig, den Umgang damit in der Schule zu erlernen und die Kinder vor möglichen Gefahren aus dem Netz zu schützen. „Eigene digitale Bildung darf nicht vor der Schultür enden, sondern muss dort beginnen“, lautete das Fazit von Stefanie Berger. Die digitale Schulwelt solle nicht ersetzen, was man bisher aus der Schule kennen würde. Sondern mit vielfältigen Möglichkeiten das Lernen der Kinder erweitern und unterstützen.