Die Verkehrsschilder sind angebracht: Seit einigen Tagen gilt aus Lärmschutzgründen ganztags Tempo 30 an der Ortsdurchfahrt der Landstraße L191 zwischen Haupt- und Ramsener Straße und der Ortsdurchfahrt der Landstraße L222 zwischen Gottmadinger Straße und der Einmündung in die Hauptstraße. Zur Veranschaulichung: Auf die Bremse getreten werden muss jetzt auf der Hauptstraße zwischen den Kreisverkehren an der Volksbank und der Sparkasse und den anschließenden ersten Metern der genannten Straßen. Hier wird auch bald geblitzt werden: Stefan Basel, Leiter des Straßenverkehrsamts, kündigte bei dem Ortstermin Radarkontrollen an. Die Anwohnern der neuen Tempo 30–Zone werden sicherlich nachts mehr Ruhe finden. Tagsüber lässt das hohe Verkehrsaufkommen so und so kaum höhere Geschwindigkeiten zu. 15 000 Fahrzeuge täglich werden auf diesen Straßenabschnitten gezählt, darunter mehr als 600 Laster.

Bürgermeister Ralf Baumert hätte sich – wie eine Reihe Anwohner aus der Ramsener Straße – gewünscht, das neue Tempolimit auf einen größeren Bereich auszudehnen. Die Anwohner sind frustriert, dass hier weiterhin Tempo 50 gefahren werden darf. Laut Basel sind in der Ramsener Straße die Bedingungen für die Anordnung von Tempo 30 aber nicht gegeben und er müsse sich an die rechtlichen Vorgaben halten. Das Verkehrsaufkommen sei geringer, die für die Festsetzung dieser Geschwindigkeitsbegrenzung erforderlichen Grenzwerte von 70 Dezibel tagsüber und 60 Dezibel nachts werden nach den Berechnungen des Lärmaktionsplans fast nirgendwo erreicht. Für politische Lösungen will sich Baumert an den zuständigen Bundestagsabgeordneten Andreas Jung wenden.