Der mexikanische Komponist Arturo Márquez vertonte ein von seiner Tochter Lily geschriebenes Gedicht und widmete es der jungen pakistanischen Frau und Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai. Malala kämpft für das Recht auf Bildung für Mädchen in ihrem Land. Bei einem Taliban-Angriff auf ihren Schulbus war sie selbst durch Schüsse schwer verletzt worden. Das ihr zu Ehren geschriebene Werk „Alas a Malala“ (übersetzt: Flügel für Malala) für Orchester und Chor kam beim Konzert des Instrumentalvereines zur deutschen Uraufführung und war damit der krönende Abschluss eines konzertanten Sinfoniekonzertes unter Mitwirkung des Sinfonieorchesters und des Chors der Jugendmusikschule Westlicher Hegau.

130 Musiker auf der Bühne

Der Komponist Arturo Márquez persönlich saß am Konzertabend in der ersten Reihe. Um dieser Aufführung beiwohnen zu können, war er extra aus Mexiko angereist. Márquez lauschte und nickte im Takt der Musik. Zuletzt befanden sich 130 Musiker auf der Bühne, die ein eindrucksvolles Musikerlebnis bescherten. Márquez hatte sie alle im Blick. Am Ende erhob auch er sich wie das übrige Publikum vom Platz und applaudierte begeistert und sichtlich ergriffen. Er drückte Dankbarkeit für das erlebte Sinfoniekonzert aus. Er habe eine starke Übereinstimmung mit dem musikalischen Leiter und Dirigenten Thomas Dietrich. Ihnen beiden sei die musikalische Bildung von jungen Menschen wichtig.

Wechselbad der Gefühle

Thomas Dietrich beschenkte die rund 670 Besucher mit einem grandiosen Konzert mit dem Titel „Nordische Melancholie trifft auf mexikanisches Herzblut“ mit Werken des Norwegers Edvard Grieg und des mexikanischen Komponisten Arturo Márquez. Der Abend bot ein Wechselbad der Gefühle: Melancholie, Freude, Ergriffenheit und Dankbarkeit. „Für mich ist Musik die größte Ausdrucksform, um danke zu sagen“, sagte Thomas Dietrich, als er sich bei Ärzten bedankte, die ihn während einer schweren Krankheit betreut hatten.