Wie Rettungsdienste und Feuerwehren im Falle einer Pandemie zu handeln haben und was in einer solchen Situation auf die Feuerwehren zukommen kann, damit hätte er sich bereits oft und lange auseinandergesetzt, ein solches Szenario hätte er im Kopf, sagt Viktor Neumann, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Rielasingen-Worblingen.

Doch eine so schnelle Verbreitung des Coronavirus und ein solch großes Ausmaß wie das der aktuellen Pandemie hätte er sich nicht vorstellen können. „Nun machen sich die vielen Übungen und Vorbereitungen auf so eine Situation bezahlt“, erklärte der Kommandant bei einer Pressekonferenz zur aktuellen Lage in der Gemeinde. Mit dem ihm zugehörigen Team an Feuerwehrleuten seien die Planungen für eine mögliche Gefahrensituation vergleichsweise einfach. Alle seien durchweg sehr diszipliniert, lobte Neumann seine Feuerwehrmannschaft.

Die Freiwillige Feuerwehr Rielasingen-Worblingen ist aktuell zu 100 Prozent einsatzfähig, es gebe keine nennenswerten Ausfälle oder Krankmeldungen. Durch die vielen Homeoffice-Arbeitsplätze, die in den vergangenen Tagen eingerichtet worden sind, sei die Tages­alarmverfügbarkeit im Vergleich zu den Tagen vor der Corona-Krise sogar noch verbessert worden. „Sollte es zu erhöhten Krankheitsausfällen kommen, liegen bereits Pläne für eine geteilte Bereitschaft vor.“

Viktor Neumann berichtete weiter, dass man sich auf viele denkbare Szenarien vorbereitet habe und die Freiwillige Feuerwehr in Rielasingen-Worblingen gut aufgestellt sei. So zum Beispiel auch, sollte es zu einem Brand in einer Quarantänewohnung kommen.

Den Übungsbetrieb hätte man bereits am Freitag, 13. März, komplett eingestellt. Alle Versammlungen seien abgesagt und die Treffen der Jugendfeuerwehr bis auf Weiteres eingestellt worden. Mitarbeiter, die in systemrelevanten Berufen tätig sind, wurden vom Feuerwehrdienst erst einmal freigestellt, berichtete Viktor Neumann.