Neuordnung beim FC Rielasingen-Arlen: Peter Dreide zieht sich aus dem operativen Geschäft zurück und will als neuer Präsident den Verein auf einen möglichen Aufstieg in die Oberliga vorbereiten. Dafür wurden in der jüngsten Mitgliederversammlung Oliver Ley, Andreas Dietrich und Oliver Hennemann zum neuen Kernvorstand des 1. FC Rielasingen-Arlen gewählt. Das Team sieht sich vor großen Aufgaben. Sollte dem 1. FC Rielasingen-Arlen ein Aufstieg in die Oberliga gelingen, wäre die Sportstätte auf der Talwiese den Bedürfnissen der Sportler und den zahlreichen Besuchern nicht gewachsen.

Zuschauerzahlen steigen immens

Denn der 1. FC Rielasingen-Arlen hat ein ehrgeiziges Ziel vor Augen: der Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg ist angepeilt. Doch wie wäre die Situation vor Ort, wenn dem Verein wirklich der Aufstieg gelingen würde? Die Zuschauerzahlen würden immens steigen. Die Infrastruktur auf der Talwiese ist hierfür nicht ausgelegt. Auf den Sportplätzen der Talwiese gibt es weder Sitzplätze noch ausreichend Überdachungen. Auch die sanitären Anlagen würden weder für die Spieler noch für die Zuschauer ausreichen. Barrierefreie Toiletten gibt es überhaupt keine. "Wir müssen den Verein auf die Zukunft ausrichten", so der ehemalige Vorsitzende des 1. FC Rielasingen-Arlen Peter Dreide bei der Mitgliederversammlung. Um den Verein bei den großen vor ihm liegenden Aufgaben besser unterstützen zu können, zog er sich aus dem operativen Geschäft zurück und trat nach zwölf Jahren als Vorsitzender des Vereines zurück. Peter Dreide ist zwar nicht mehr der Vereinschef, aber er wurde in der Mitgliederversammlung zum Präsidenten des Vereines gewählt.

Unterstützung der Gemeinde erwünscht

Künftig möchte er sich um die Rahmenbedingungen kümmern, die ein Aufstieg mit sich bringen würde. Er wolle dafür sorgen, nicht blauäugig in die Situation rein zu stolpern. "Wir schaffen das jedoch nicht alleine", so sein Appell an die Gemeindeverwaltung. Er wünscht sich von der Gemeinde eine größere Unterstützung beim Umsetzen des Baus eines repräsentativen Gebäudes oder eines kleinen Stadions.

Bürgermeister Ralf Baumert bezog Stellung zu Dreides Bitte. Das Vereinsheim auf der Talwiese sei zum Zeitpunkt des Baus richtig gewesen. Aus heutiger Sicht und für die gewachsenen Ansprüche des Vereines aber offensichtlich nicht mehr ausreichend. Alles sei in die Jahre gekommen und jeder Euro, welcher in das bestehende Gebäude investiert werden würde, gut zu überlegen. "Das Thema beschäftigt die Verwaltung wirklich, aber die Zeit ist momentan noch nicht reif", erklärte das Gemeindeoberhaupt. Sollte dem 1. FC Rielasingen-Arlen ein Aufstieg in die Oberliga gelingen, wäre es die Aufgabe der Gemeinde für eine geeignete Infrastruktur mit Duschen, Toiletten und Umkleiden für Sportler und Besucher zu sorgen, versicherte er. Als Übergangslösung stellte er die Anmietung von Containern in Aussicht. Eine Tribüne oder ein Stadion sei allerdings nicht Aufgabe der Gemeinde, sondern des Vereines.

Das neue Vorstandsteam

Zum neuen Kernvorstand des Vereines wurden Oliver Ley, Andreas Dietrich und Oliver Hennemann gewählt. Ley übernimmt das Ressort Marketing, Dietrich die Finanzen und Hennemann soll die Verantwortung für den sportlichen Bereich tragen. Mit den besten Fußballern aus der Region wolle man den Weg in die Oberliga schaffen, erklärte Hennemann. Die ganze Region könne man mit dem attraktiven Fußballspiel des Vereines begeistern. "Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir dann in der Oberliga nicht nur gegen den Abstieg spielen werden, sondern man uns dort auch fürchten wird", so Hennemann, vorausgesetzt ein Aufstieg gelingt. Der Verein und die Mannschaft würden alles dafür tun, um diesen Weg in die Oberliga zu schaffen.