Bisher gab es keine grünen Gemeinderäte in der Doppelgemeinde. Künftig gibt es sogar deren vier: Saskia Frank, Dagmar Eisenhart, Jana Akyildiz und Jakob Ditschler. Letzterer wird mit seinen 20 Jahren mit Abstand der jüngste am Ratstisch sein.

Ein großes Ziel der Grünen war es, die Frauenquote im Gremium zu heben. In den eigenen Reihen ist dies zwar gelungen, insgesamt ändert sich an der Frauenquote in Rielasingen-Worblingen aber nichts, was die neu gewählten Grünen schade finden.

Die Vier sind Debütanten in der Kommunalpolitik

Mit dem politischen Kommunalparkett betreten alle vier Neuland. Sie stecken voller grüner und für den Gemeinderat neuer Ideen, die Entwicklung in der Gemeinde und die politische Arbeit dort möchten sie bereichern und verbessern. „Wir hatten auf einen Einzug in den Gemeinderat gehofft“, so Jana Akyildiz rückblickend auf die Zeit des Wahlkampfes. Aber mit vier Plätzen im Gremium hatte man nicht zu rechnen gewagt.

Umso größer scheinen jetzt die Freude und positive Spannung zu sein. Bei so viel positiver Energie und politischem Engagement können die vier es scheinbar kaum erwarten, endlich auf dem Ratsstuhl sitzen, zu diskutieren und abstimmen zu dürfen.

Umweltpolitik spielt eine wichtige Rolle

Zum vereinbarten Treffpunkt fürs Gespräch mit dem SÜDKURIER kommen die neuen Gemeinderäte zu Fuß oder mit dem Fahrrad. „Wir wollen eine neue Qualität einbringen“, äußert sich Dagmar Eisenhart zu den Zielen der Grünen. Für die Gemeinde Rielasingen-Worblingen wünscht sie sich ein Klimaschutzkonzept. Mit gebündelter Erfahrung möchte sie sich dafür einsetzen, dass in der Gemeinde ein Klimagipfel stattfindet, der in eine gemeinsame Resolution mündet.

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Rielasingen-Worblingen solle ambitionierter und forscher voranschreiten. Ein konkreter Schritt dazu wäre die Überprüfung kommunaler Gebäude auf die mögliche Anbringung einer Photovoltaikanlage.

Das Quartett will mehr Transparenz

„Wir haben immer ein offenes Ohr für die Bürger“, sagt Saskia Frank, die für die Grünen auch in den Kreistag einziehen wird. Überhaupt möchte man den Bürgern mehr Transparenz der Gemeindearbeit bieten. „Die Bürger sollen erfahren, was wir machen“, so Jana Akyildiz.

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Regelmäßig möchte man über die Arbeit im Gemeinderat und über die Sitzungen berichten. Zu einem regelmäßig stattfindenden offenen grünen Tisch sind stets alle eingeladen, die sich informieren möchten oder die ein Anliegen haben. Die Bürger können dann für eine bürgernahe Politik ihre Themen einbringen.

Ideen für das Jugendzentrum

Ein weiteres Arbeitsfeld sehen die neuen Grünen in der Jugendarbeit. Jakob Ditschler möchte das Jugendzentrum Juca 60 mehr unterstützen. Hier sollte es seiner Meinung nach mehr Veranstaltungen als bisher geben, beispielsweise Konzerte.

Ideen gibt es viele, nur eine von mehreren weiteren ist das Fördern von Elektromobilität. So möchte man auch den Ortsseniorenrat bei der Anschaffung von Elektrofahrzeugen für den Bürgerbus „3Rosen“ unterstützen.

Zur Serie: In der Serie „Neu im Rat“ berichtet der SÜDKURIER nicht nur über die Erwartungen von neugewählten Gemeinderäten an die Politik, zugleich geht es um die Folgen des zeitaufwändigen Ehrenamts für den Alltag

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