Im Mittelpunkt der Freisprechungsfeier der Bäckerinnung Schwarzwald-Bodensee standen die Junggesellen: Insgesamt 22 Auszubildende im Bäckerhandwerk wurden in den Gesellenstand erhoben.

Handwerkskammerpräsident gratuliert

Freigesprochen wurden sie von Gotthard Reiner, dem Präsidenten der Handwerkskammer Konstanz, der die jungen Leute aufforderte, ihr Leben fortan selbst in die Hand zu nehmen. Das Handwerkszeug um ein Vorbild sein zu können, hätten sie nun.

Auch wenn die Arbeitszeiten eines Bäckers andere seien als die eines Beamten und man es im Verkauf mit den hohen Ansprüchen der Kunden zu tun bekommen würde, hätten die jungen Leute sich für das Richtige entschieden. „Wer seinen Beruf liebt, hat mehr vom Leben. Und wer tagtäglich anderen zum Genuss verhilft, gleich noch mehr“, gratulierte der Handwerkskammerpräsident den Absolventen.

„Die Helden der Nacht“

Der Trend ginge hinter den Schreibtisch und nicht an den Ofen, die Arbeit in der Backstube und hinter der Verkaufstheke könne körperlich anstrengend sein. Doch was wäre ein Tag ohne den Geschmack des hiesigen Brotes oder ohne frische Brötchen, die mit einem freundlichen Lächeln über die Theke gereicht würden, stellte er als rhetorisch gemeinte Frage in den Raum. Tatsächlich seien die jungen Bäcker, Bäckerinnen und Fachverkäuferinnen die Helden der Nacht und die Retter des Morgens.

Damit hätten die Junggesellen die besten Voraussetzungen für eine hervorragende Zukunft. „Arbeiten Sie mit Leidenschaft in Ihrem Beruf und bleiben Sie dem Handwerk treu“, lautete der Appell des Bäcker-Obermeisters Hubertus Hofmaier. Wichtig für den künftigen Erfolg im Berufsleben sei es, nicht stehen zu bleiben, sondern sich persönlich und beruflich weiter zu entwickeln. Bildung solle man als Chance erkennen und die berufliche Zukunft selbstbewusst gestalten. Denn die Betriebe würden nicht nur qualifizierte Fachkräfte, sondern auch potenzielle Nachfolger suchen.

Wettbewerb wird härter

„Der Verbraucher ist verwöhnt und liebt die Abwechslung“, so Hofmaier in seiner Ansprache. Das Bäckerhandwerk würde diese den Kunden gerne geben. Dennoch würde man wissen, woher man käme und was den Kern des Bäckerhandwerks ausmacht. Ein Handwerk, dass sich in einem härter werdenden Wettbewerb behaupten müsse.

Es stünde nicht mehr nur der Verkauf von Backwaren im Fokus, sondern zunehmend auch gastronomische und Cateringkonzepte, die zusätzliche Anforderungen an Personal und Produktion stellen würden.

Vom Teig zum leckeren Produkt

Innungsbeste Bäckerei-Fachverkäuferin wurde Denise Bewer. Ihr gefällt der Umgang mit vielen verschiedenen Kunden, jeder Tag in ihrem Beruf würde andere Aufgaben mit sich bringen.

Mit einem Notendurchschnitt von 1,9 ist Luca Stadelhofer der innungsbeste Bäckergeselle. Er ist im Bäckerhandwerk aufgewachsen und hatte schon immer großes Interesse am Beruf des Bäckers. Ihm gefällt es, selbst ein qualitativ hochwertiges Produkt herzustellen. „Vom Anfang bis zum Schluss – vom Teig bis zum leckeren Produkt“, umschreibt er seine Arbeit.