Mit einem klaren 4:1 Sieg gegen den Offenburger FV wurde der Aufstieg des 1. FC Rielasingen-Arlen aus der Verbandsliga in die Oberliga besiegelt. Der Jubel ist groß und die Spieler sind bereit für die nächste Saison, welche bereits Ende August beginnt.

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Aber mit dem Aufstieg in die Oberliga kommen auf den FC Rielasingen-Arlen große Herausforderungen zu, nicht nur spielerische. Die Anforderungen an die Spielstätte sind hoch und müssen erfüllt werden. Außerdem sind viele Gäste, Zuschauer und Fans zu erwarten. Am Kunstrasenplatz auf der Talwiese, welcher als Hauptspielfeld beim Verband gemeldet und genehmigt wurde, befinden sich bisher weder Sitzplätze noch Umkleide- oder Sanitärräume. Diese werden aber dringend benötigt.

Gemeinderat ist mit Plänen einverstanden

In Zusammenarbeit des Bauamtes mit dem FC Rielasingen-Arlen wurde ein Entwurf zur Errichtung einer Zuschauertribüne mit Umkleidekabinen, Sanitäranlagen und einem Schulungsraum entwickelt. Ein momentan vorhandener Unterstand soll versetzt werden. Nach einer ausführlichen Vorstellung der Pläne von Ortsbaumeister Martin Doerries im Gemeinderat wurde dem vorgelegten Beschluss zugestimmt. Nun kann ein entsprechender Bauantrag eingereicht werden.

Tribüne aus Stahlrohrkonstruktion

Die Tribüne wird aus einer demontierbaren Stahlrohrkonstruktion gebaut. Die dazu gehörenden Gebäude, inklusive zwei kleiner Kioske, sollen in Modulbauweise errichtet werden. Damit kann flexibel agiert werden, sollte sich die Situation auf der beengten Talwiese ändern. Das mobile System könnte dann abgebaut und andernorts wiederaufgebaut werden.

Eine Zuschauertribüne mit 292 Sitzplätzen und Gebäuden in Modulbauweise soll bis Herbst am Kunstrasenplatz auf der Talwiese entstehen. Skizze: Bauamt Rielasingen-Worblingen
Eine Zuschauertribüne mit 292 Sitzplätzen und Gebäuden in Modulbauweise soll bis Herbst am Kunstrasenplatz auf der Talwiese entstehen. Skizze: Bauamt Rielasingen-Worblingen

Die Gemeinde Rielasingen-Worblingen wird die Kosten für den Bau der Toilettenanlage und der Umkleidekabinen übernehmen. Diese Einrichtungen können dann auch von anderen Sportlern genutzt werden. Bürgermeister Ralf Baumert betonte, dass die gemeinschaftliche Nutzung der Anlage durch die Schulen, den Turnverein Rielasingen und den Turnverein Arlen wichtig sei. In das Clubheim des FC wolle man dagegen nur noch das Nötigste investieren, damit dieses erhalten bleiben könne.

Kritik an den Plänen

Erwin Gräble, der als Gemeinderat und Mitglied des FC am Ratstisch sprach, findet es schade, dass man für die Oberliga den Rasenplatz auf der Talwiese verlässt und den Kunstrasenplatz nutzen wird. Der Standort am Clubheim auf der gegenüber liegender Straßenseite hätte ihm besser gefallen. Aufgrund des schlechten Zustandes des Rasenplatzes, der für Oberliga-Spiele nicht geeignet ist, sieht aber auch er keine bessere Alternative.

Auch Kommunalpolitiker Volkmar Brielmann bemängelte die hohen Ausgaben für ein bauliches Projekt, welches einem Provisorium ähnelt. Wer wisse schon, wo der FC Rielasingen-Worblingen in ein paar Jahren stehen würde und welche baulichen Veränderungen dann wieder anstehen könnten. Für den Moment sei aber wohl die vorgestellte Modulbauweise das Vernünftigste.