Schon bei der Generalprobe war Josef Bölle, seit 21 Jahren Gesamtleiter und Regisseur der Mundartbühne Worblingen, klar, dass seine bewährte Laienschauspieler-Crew es auch bei den diesjährigen vier Aufführungen schaffen werde, das Publikum auf das Beste zu unterhalten. Er behielt recht. Die Akteure waren nicht nur mit Freude und viel Spaß bei der Sache, sondern agierten souverän, brachten die Gags und Wortwitze auf den Punkt – alle stehen seit Jahren, einige sogar seit gut zwei Jahrzehnten auf der Bühne im Pfarrheim Worblingen. Die Zuschauer amüsierten sich prächtig und applaudierten freigiebig.

Schon die Premiere klappte super. Kurt Schnetz, selbst 20 Jahre lang Mitwirkender der Mundartbühne, bewunderte die Textsicherheit der Darsteller. Bölle galt ein weiteres Kompliment: Der Gesamtleiter habe eine gute Hand bei der Besetzung der Rollen, so Schnetz.

Bölle hatte den dreiaktigen Schwank "Krawall im Zickenstall" von Wilfried Reinehr bearbeitet und in Mundart umgeschrieben. Und dabei zur Erheiterung des Publikums keine mögliche Pointe ausgelassen, bis hin zum freundschaftlichen Seitenhieb auf die Nachbarn. Beispiel: Da machen ein Betrüger-Pärchen und ein adliges Ehepaar Ferien auf dem Bauernhof. Mäuse im Zimmer, ein Misthaufen vor dem Fenster und dazu noch ein Plumpsklo, beklagt sich der Baron. Antwort des Bauern: "Ja, so sind halt Ferien zu Bohlingen."

"Wirklich witzig", fand Franz Duffner die Vorstellung. Der Pfarrgemeinderatsvorsitzende ist in gewisser Weise Nutznießer: Der Erlös fließt dem Pfarrheim zu.

Die Mitwirkenden: Auf der Bühne standen Gabi Grünvogel, Thomas Bertsche, Christian Kalyciok, Tanja Dehn, Desirée Moser, Bettina Spallek, Erika Weimer, Theo Rüttinger und Angela Möhrle. Hinter der Bühne agierten Josef Bölle (Regie und Gesamtleitung), Beate Billinger, Herbert Trautwein, Hubert Hauser, Doris und Gebhard PlatzBildergalerie: www.suedkurier.de/bilder